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Ach, was waren das noch für Zeiten. Kinderlos in den Urlaub düsen. Da haben der Mann und ich eine Nacht vorher unsere Koffer gepackt und sind dann noch feiern gegangen und haben die Nacht durchgemacht um dann am Morgen schnell in den Flieger zu hüpfen. Die Flugstunden vergingen buchstäblich im Schlaf und völlig entspannt sind wir dann am Ziel angekommen. Wirklich, ja, so war das! Bitte nicht falsch verstehen, wir haben uns tierisch gefreut, als Ruby dann auf dem Weg war. Die erste Zeit war etwas holperig, weil ich vor Sorge fast umgekommen bin. Mach ich alles richtig? Das Kind hat doch Hunger, oder nicht? Es ist zu kalt draußen! Es ist zu warm draußen! Hier im Wohnzimmer ist es zu kalt! Nein, es ist hier definitiv zu warm! Die Liste ist lang…Ich war irgendwie total unentspannt, das hätte ich so gar nicht von mir erwartet. Atmet sie noch? Hat sie Bauchweh? Und so weiter, und so weiter…..

Mein Claas und ich sind große Fans von Ferienhäusern, wir sind einfach nicht die Hoteltypen. Auch wenn es schön ist, sich mal nicht ums Essen kümmern zu müssen, diese vielen Menschen und der volle Pool, das wird uns schnell zu viel. Ich glaube das letzte Hotel in Lanzarote hat es uns dann komplett verdorben. Wir waren in einem vier Sterne Hotel und die hatten dort auch eine Art Bühne, wo jeden Abend etwas aufgeführt wurde. Die Servicekräfte waren angehalten, die Gäste auf dem Weg zum Buffet an die jeweilige Show des Abends zu erinnern. Wir gingen also Richtung Speisesaal und eine Mannschaft lustiger Menschen mit großen Sombrero Hüten säumten den Weg. Nach einem „Good Evening“ unsererseits kam ein: „Heeeeeey, tonight, Looooookiiii Loooki!“ Moment mal: Looki, Looki? Ich weiß, sie meinten es nicht böse aber ich kam mir vor wie ein Papagei auf dem Weg ins Kasperle Theater. Wie gesagt, wir mögen es nicht.

Tja, und seit 2013 verreisen wir nun mit FeWo-direkt, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass man dort die besten Angebote und die schönsten Ferienhäuser findet. Ist das jetzt Werbung? JA und zwar aus tiefstem Herzen! Im Jahr 2013 also wollten wir mit der damals neun Monate alten Ruby und Oma und Opa an die Costa Calma nach Fuerteventura. 16 Tage ausspannen! Ein Haus war schnell gefunden. Drei Schlafzimmer, großer Grillplatz, Nähe zum Meer: Geritzt! Wenn doch alles nur so einfach gewesen wäre, ich musste ja nun für mich UND das Baby packen. Himmel nochmal, ich bin fast gestorben vor lauter Panik.

In einem separaten Koffer!!!! landete schlussendlich also:

  • Windeln für gefühlte sechs Wochen
  • Vier Pakete Schwimmwindeln
  • Brei OHNE Zuckerzusatz in Tüten
  • Milch!
  • Babykleidung für mindestens 70 Tage Urlaub
  • Feuchttücher (12 Packungen!)
  • 17 Waschlappen
  • Badezusatz ohne Chemie
  • 7 verschiedene Sonnenschutzmittel
  • 8 Hüte
  • Windelunterlagen (2 volle Packungen)
  • Schnuffeltücher (7)
  • Lieblingskuscheltiere (Damals waren das fünf!)
  • Pflaster (Ohhhh jaaaaa, viele, viele Pflaster!)
  • Mullbinden, falls Pflaster nicht ausreichen!
  • Mückenschutzspray für Babys
  • Eine große Krabbeldecke
  • Spielzeug fürs Baby
  • Medikamente fürs Baby
  • Schwimmreifen fürs Baby
  • Sehr kleine Wasserschuhe fürs Baby (O.k. ich wusste damals schon, dass die total unnütz sind aber die waren sooooo süß!)
  • Buggy MIT extra Sonnenschutz
  • Tragehilfe

So, der Koffer war voll und ich war mit den Nerven am Ende. Das Schöne an der Erfahrung war, dass ich 90 % dieser ach so wichtigen Dinge wieder genauso neu und schön verpackt  mit nach Hause nahm. Es stellte sich heraus, dass das europäische Ausland wohl tatsächlich auch Windeln und Babybrei UND Apotheken hat. Und Spielzeug. Und Krabbeldecken. Und überhaupt alles. Unser Haus hatte eine Waschmaschine. Soviel dazu.

Kleiner Sprung ist Jahr 2017. Erneuter Urlaub mit dem nun vierjährigen Kind und Oma und Opa. Wir nutzen einen Koffer für drei Personen. Darin befindet sich:

  • Eine komplette Sommeraustattung inkl. sieben Schlüppis für den Papa
  • Drei Sommerkleider inkl. sieben Schlüppis für mich
  • Jetzt kommt´s: Immer noch fünf Sommerkleider plus zwei kurze Hosen und zwei T-Shirts für das Rubykind
  • Sonnenmilch fürs Kind aus Deutschland (Sicher ist sicher)
  • Malblock und Stifte
  • Badeanzüge, Badehose
  • Sandalen für alle
  • IPAD
  • THAT´S it!

Unser Haus in Portugal hatte einen großen Pool und da keine Leute weit und breit ins Haus einsehen konnten, wurde kurzerhand das FKK Schild herausgeholt. Am Strand natürlich nicht, da wurde der Badeanzug dann doch genutzt.

Unser Haus in Portugal:

Ruby mit Oma am Strand:

Das Kind hatte in diesem Urlaub genau 1 Lieblingskleid, welches am Abend gewaschen werden musste, um es am anderen Tag wieder anzuziehen. Unser Haus hatte eine große Waschmaschine und das ist unter anderem auch das geilste an Ferienhäusern: Man kann die saubere Wäsche zurück nach Hause bringen! Heeeeerrrrlich! Da ein Kind im Urlaub sowieso 24 Std lang im Wasser planschen will, braucht man außer etwas zum Malen nichts anderes mitnehmen.

Abends durfte sie Pepa Wutz auf dem IPAD gucken und zack, glückliches Kind. Wenn der Notfall eintritt, und man doch dringend etwas haben muss, was man nicht eingepackt hat, dann setzt man sich in sein Mietauto und fährt kurzerhand in den Supermarkt der, OH WUNDER, alles hat, was man so braucht. Die Portugiesen haben auch Kinder 🙂 Die Windelpreise sind allerdings tatsächlich bei uns sehr viel günstiger, wie diese schöne Tafel uns verrät:

 

Was ich damit sagen will ist: Ein Ferienhaus ist für uns deswegen so entspannend, weil wir uns nur um uns kümmern müssen. Es ist egal, wie jemand herumläuft und ob man nachts nochmal in den Pool springt. Es geht nur um uns als Familie. Die Erfahrung der letzten Jahre hat mir gezeigt, dass Kinder im Urlaub wenig von dem brauchen, von dem sie Zuhause nicht die Finger lassen können. Es gibt im Ausland nahezu ALLES, was es hier auch gibt. Häufig befindet sich in Babykeksen oder Babybrei tendenziell etwas mehr Zucker aber mal ehrlich? Das bringt das Kind nicht um und verdirbt es nicht für die Zukunft. Und bevor man sich als Mutter einen Bandscheibenvorfall durch einen zusätzlichen Koffer herbei zaubert, so kann man doch mal alle Fünfe gerade sein lassen.

Denn: Es ist schließlich Urlaub!

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