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Ein kleiner Rückblick ins Jahr 2017. Ich bloggte unter den Palmen Portugals. Da die Urlaubssaison 2018 ja bereits in vollen Zügen ist, möchte ich euch meine Highlights aus unserem letzten Urlaub zeigen. Außerdem läuft derzeit ja unser großer Malwettbewerb mit FeWo-direkt, da könnt ihr alle 14 Tage einen Traumurlaub im Wert von 2000 Euro gewinnen. Die erste Runde läuft noch bis einschließlich 09.05.2018 und hier gibt es alle Infos: https://muettermagazin.com/fewo-upload/

Heute geht es um meine Beobachtungen hinsichtlich des Coolness-Faktors der Portugiesen.

Also…….

Ich bin ja immer am beobachten, ich liebe es auf Parkbänken zu sitzen und Menschen zu beobachten. Könnte ich im Freundschaftsbuch unter: HOBBYS eingeben. Sitzen und Menschen beobachten. Ich glaube, das stand schon in meinem ersten Zeugnis 1986: Stephanie bemüht sich, stets gut mitzumachen beim Sport. Sie sitzt jedoch zu lange herum und glotzt. Oder so ähnlich 🙂 Ich finde, die zum Teil wirklichen Erkenntnisse meines Lebens habe ich auf den Parkbänken dieser Welt gemacht. Warum? Nun, die vorbei gehenden Menschen tun alle etwas, sie unterhalten sich, sie sind alle mit etwas beschäftigt, was mir wachsamem Auge nicht verborgen bleibt. Und: Je mehr Menschen vorbei ziehen, umso mehr fügt sich ein Bild zusammen. SO einfach ist das.

Im Urlaub ist dies für mich natürlich ganz klar auch das Highlight. MENSCHEN!!! Damit meine ich nicht andere Touristen, über die es eigentlich auch ne Menge zu berichten gäbe. Die kalkweiß gecremten Deutschen, bis zur Unkenntlichkeit mit LSF 50 + unter Sonnenhüten und aktiver Freizeitbekleidung zu erkennen sind. Oder die englische Familie, allesamt krebsrot verbrannt und immer noch Gesicht in die Sonne haltend. Es geht in diesem Blogbeitrag um die Entspanntheit der Portugiesen. Ich halte es in meinem unfassbar schönen und sehr zu empfehlenden Ferienhaus von Fewo-direkt herrlich aus. KEINE Frage, dieses Haus wird wieder gebucht! Hier stört kein Nachbar, hier glotzt dir niemand das Brötchen vom Teller und es stört sich auch keiner daran, dass du morgens um 8 Uhr schon mit einer heftigen Arschbombe den Pool zersprengst! Klar, wir müssen einkaufen fahren und zum schönsten Strand fährt man auch 15 Minuten; aber das ist es uns Wert: Endlich abseits vom Trubel. Wenn ihr genau das auch mögt, dann solltet ihr einen Blick drauf werfen: https://www.fewo-direkt.de/ferienwohnung-ferienhaus/p8125490

Anyway, irgendwann im Urlaub willst du ja auch mal raus. Unter Leute. Essen gehen. Ich suchte mir also ein Restaurant heraus, welches hauptsächlich von Einheimischen aufgesucht wird. Falls ihr mal in Quarteira seid, solltet ihr dort unbedingt vorbei schauen, es heißt BEM BOM und ist ein brasilianisch/portugiesisches Restaurant mit dem berühmten RODIZIO Feeling. Es kommen alle paar Minuten Kellner mit großen Fleischspießen an den Tisch und ihr schneidet euch das leckerste Fleisch auf den Teller, so oft und so viel ihr mögt. Für 16,70 Euro inkl. MENGEN an Bohnen, Reis und hausgemachten Pommes. Kinder zahlen die Hälfte. So weit dazu. Wir waren um 20 Uhr dort und empfanden das schon als spät. Nix da, die portugiesische Großfamilie kommt frühestens um 21 Uhr. Und wie sie kam: Die Tür geht auf und es kommen 15 Familienmitglieder herein. Opa im Rollstuhl vorne weg, dann seine Kinder, seine Frau und ne MENGE Enkelkinder. Das Kleinste höchstens 3 Monate alt. Eifrig wurden Tische zusammengeschoben, Opa samt Rollstuhl an den Tisch ran und los geht´s. Während mein deutsches Hirn bereits typische Gedanken wie „Na, das ist aber ein bisschen spät für so ein kleines Kind!“ ausspuckte, befahl ich meinem Kopf, einfach mal still zu sein und auf Beoabachtungsmodus zu gehen. Wisst ihr, es gab eine schwangere Frau in den Reihen dieser Familie, eine stillende noch dazu. Beide stopften sich sorglos pürierten PUREN Knoblauch in den hungrigen Mund. Das waren bestimmt zwei KNOLLEN pro Frau. Die stillende Frau legte das Kind an, welches glucksend trank. Diese Mama stillte indem sie einfach ihr T-Shirt hochschob. KEINEN hat das interessiert. Im Gegenteil, es war total normal. Das gestillte Kind war fertig und zeigte keine Anzeichen einer Knoblauch-Vergiftung. Warum wohl? Weil das Kind quasi von Woche 1 an mit Knoblauch in Berührung kam. Wahrscheinlich auch mit Chilli und anderen Dingen, vor denen wir uns ewig drücken. Weiter im Text: Es sitzt ein Kind in meinem Blickfeld, es ist vielleicht 8 Monate alt. Die Spieße kommen an den Tisch, mir schießt es in den Kopf: Na, wann packt sie ein Gläschen aus? DENKSTE! Dieses Baby hat seinen Teller vor sich und mampft Fleischstücke, Reis und Pommes! Es lutscht genüsslich alles ab und aus und schmeißt um sich. ES interessiert keinen!! Der Kellner nimmt mal hier, mal da die ausgelutschten Pommes mit, lacht und streichelt das Köpfchen mit einer Geste die besagt: Chapau, du bist ein richtiger Portugiese, dir schmeckt das Fleisch! Natürlich achten die Eltern auf den Knirps, es soll nicht so rüber kommen, als interessieren sie sich nicht für den Sprössling, nein, sie vertrauen ihm. Die bereits älteren Kinder haben derweil die Tische verlassen und spielen UNTER ihnen. Sie malen, sie lachen und wieder denke ich: Herrlich! Es guckt niemand schief, es sind KINDER! Die Erwachsenen essen, sie trinken Vino Verde (nein, die Stillende und die Schwangere nicht!), sie sind zusammen und freuen sich. SO einfach ist das. Wie oft wird man komisch angeguckt, wenn man in Deutschland im Restaurant laute Kinder dabei hat? Wenn man als Mutter stillt? HIER ist es normal, es sind Kinder, verdammte Hacke! Das Highlight bildet folgendes Bild: Zwei der kleineren Kids sind müde,  quengeln, kennen wir. was passiert? Eifrig werden Stühle zusammen geschoben, es werden ein paar Decken zusammen gerollt, zack, Kinder auf Stühle gelegt und PENG, sie schlafen. Sie ratzen auf Stühlen, selig, in der Mitte der Familie. Da werden nicht die Zelte abgebrochen, nö. Die Kinder kennen das, wenn sie schlafen wollen, schlafen sie. Es ist laut, es ist Familienzeit, Ende im Gelände.

Viele Dinge sind nicht übertragbar auf uns. Es ist nicht schlimm, dass wir uns viel zu viele Gedanken darüber machen, was wir tun und was für Auswirkungen das hat. Das sind wir. ABER wäre es nicht schön, endlich NUR zu leben, OHNE permanent das FÜR und GEGEN abzuwägen? Stillen mitten im Restaurant? Einfach so? Wie wäre es, wenn nicht extra ein Restaurant als KINDERFREUNDLICH deklariert werden müsste? Wie wäre es, wenn wir endlich wieder auf unseren Bauch hören würden, anstatt jeden Ratgeber dieser Welt mehr zu vertrauen? Wie wäre es, wenn wir unseren Kindern endlich mehr zutrauen? Ich würde sagen: Ja, das wäre schön!

In diesem Sinne: Wir sehen uns, wenn ich denn je wieder zurück komme und nicht den Flug auf Grund dieses Sonnenunterganges vergesse:

 

 

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