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Von Susanne aus Berlin.

Vor einem Jahr hatte ich noch ein Kind. Sie war meine Welt. Es gibt nichts Größeres, als zum ersten Mal eine Mami zu sein.

Egal, wie vorbereitet ich auch war, als sie endlich auf der Welt war, wusste ich NICHTS mehr davon.

Ich erinnere mich noch lebhaft daran, dass ich mich damals gefragt habe, wie zum Teufel ich das alles schaffen soll. Wie bringe ich das Baby zum Schlafen? Wie kann ich sie beruhigen? Wie oft muss ich noch das T-Shirt wechseln, wenn ich doch permanent mit Milchkotze und Windelinhalten im Kontakt stehe?

In den Wochen vor der Geburt meines zweiten Kindes saß ich in meinem Stillstuhl und weinte, weil ich befürchtete, dass ich nie einen anderen Menschen so sehr lieben würde wie meine Tochter.

Ich war nervös. Ich war erneut drum und dran, in dieses unergründliche „schwarze Loch“ eines Neugeborenen einzutreten.

Wie wird das Leben aussehen? Wie soll ich bloß gleichzeitig mit einer Zweijährigen und einem Neugeborenen umgehen? Okay, in gewisser Weise war ich jetzt selbstbewusster, weil ich annahm, ich wüsste, was ich tue. Aber wie das mit Kindern eben nunmal so ist, wurde meine Welt wieder einmal durchgerüttelt – auf eine gute Art und Weise.

Hier kommen 22 Dinge, die ich von meinem zweiten Baby gelernt habe:

1. Du bist stärker, als du denkst.
Das Tragen eines Babys im MaxiCosi, mit einem Kleinkind auf der Hüfte, wird dir garantiert zu einem Hulk-ähnlichen-Hochgefühl verhelfen. Glaub mir: Roaaaaaaarrrrrrrrrrr!

2. Was mit deinem ersten Baby funktioniert hat, funktioniert vielleicht nicht mit deinem zweiten Baby.
Auch wenn du dich jetzt schon selbtsicherer fühlst, du musst auch dieses Mal alles hinterfragen, denn wie üblich funktioniert das, was mit dem Ersten funktioniert hat, jetzt einfach nicht mehr.

Mit anderen Worten: Jedes Baby ist anders.

3. Ein weinendes Baby bedeutet nicht das Ende der Welt.
Wenn du dich mit deinem Kleinkind auf einem schmutzigen Boden einer öffentlichen Toilette befindest und das Baby plötzlich anfängt zu weinen, weil es Hunger hat, ist es völlig in Ordnung, an Ort und Stelle zu stillen. Ich meine, das Kleinkind wird es überleben, es fasst eh alles an, so what???

4. Es spielt wirklich keine Rolle, welche Farbe die Waschlappen und Handtücher des Baby haben.
Rosa, blau, grün. Benutze einfach das, was gerade da ist. Alles andere ist vertane Zeit!

5. Deine Müdigkeit wird ein ganz neues Niveau erreichen.
Dein Körper wird dich weiterhin in blankes Erstaunen versetzen, wenn du nämlich erkennst, wie viel du mit sehr wenig Schlaf erreichen kannst.

6. Wenn das Baby einschläft, wird das Kleinkind aufwachen.
Jedes Mal. Und in diesem Moment würdest du alles für ein bisschen Schlaf tun. Plötzlich findest du dich im Internet wieder und verschlingst alle Tipps, um die Kinder gleichzeitig zum Schlafen zu bekommen.

7. Schlafpläne sind naja… wichtig.
Dein Ziel ist es, dass beide Kinder jeden Tag zur gleichen Zeit schlafen.

8. Du hast ein ganzes Jahr damit verbracht, dir Sorgen zu machen, dass dein erstes Kind nicht genug Aufmerksamkeit bekommt.
Aber es geht ihnen beiden gut. Sie passen sich an. Sie lernen, dass es ganz normal ist, zu zweit zu sein, aber es ist durchaus wichtig, Zeit mit jedem Kind einzeln zu verbringen.

9. Ein Neugeborenes ist gar nicht so empfindlich, wie du gedacht hast. 
Kleinkinder haben kein Verständnis für das Wort „sanft“, wenn es um das Baby geht.

10. Sie wirst Geld für eine Tragehilfe ausgeben – Gut investiertes Geld! 
Dann wirst du dich fragen, wie Menschen überhaupt überleben können, ohne ihr Baby zu tragen.

11. Dein Kleinkind wird sich so verhalten, wie du es nie für möglich gehalten hättest.
Du wirst wahrscheinlich schockiert sein und das Gefühl haben, dass du ein eingesperrtes, wildes Tier aufziehst. Plötzlich erscheint dir das Baby so einfach im Handling.

12. Es wird besser – jeden Tag.
Du wirst dazulernen, und sie werden dazulernen. Allerdings bist vielleicht nie wieder pünktlich, also akzeptiere es einfach. Besser ist das.

13. Ein herzhaftes Lachen beider Kindern bedeutet alles für dich! 
Es ist ein Gefühl, das du nicht beschreiben kannst.

14. Babyspielzeug wird überbewertet.
Ernsthaft, du brauchst nicht noch mehr, oder gar neues Spielzeug für das Baby.

15. Du schaffst das alles nicht immer allein.
Frage ruhig nach Hilfe und nimm sie bitte auch an.

16. Nur ein Kind zu haben erscheint dir plötzlich gar nicht mehr stressig!
Egal wie dein zweites Kind drauf ist, du fängst an zu lachen, wenn du darüber nachdenkst, dass du dich jemals über den Stress mit EINEM Kind beschwert hast.

17. Spaziergänge mit beiden Kinder sind deine Rettung! 
An den Tagen, an denen deine Nerven blank liegen, macht es Sinn, beide Kinder in den Kinderwagen zu stopfen und spazieren zu gehen. Das wird schnell zu einer kostenlosen Therapiesitzung.

18. Die Essenszeiten werden zum Supergau. 
Akzeptiere einfach, dass alles „Normale“ erstmal vorbei ist. So für ein bis 13 Jahre.

19. Wenn du früher nie geschrien hast, spätestens JETZT passiert es. 
Du wirst deine Nerven verlieren, und es ist OK.

20. Die Zeit vergeht viel schneller mit einem zweiten Kind.
Es ist okay, wenn du diesmal nicht andauernd diese süßen, monatlichen Meilenstein-Fotos machst.

21. Jetzt wird es noch wichtiger, auf sich selbst Acht zu geben.
Du hast jetzt weniger Zeit. Um gesund zu bleiben, musst du gut auf dich selbst aufpassen.

22. In deinem Herzen ist genug Platz für zwei Kinder. 
Dieses erste Jahr mit zwei Kindern war voller Emotionen. Es war zwar nicht so, wie ich gedacht habe aber so viel mehr, als ich mir je hätte vorstellen können.

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