Ich bin irgendwie nicht so kompatibel mit gewissen Mütter-Gruppen, dass weiß ich mittlerweile echt ganz genau. Ich habe nichts gegen diese Art von Mamas, die sich stundenlang über ihre Babys unterhalten können. Ganz im Gegenteil: Ich wünschte, ich hätte das manchmal auch gekonnt aber ich scheiterte kläglich. Ich schaffe es einfach nicht, NUR über Kinderthemen zu reden. Ich finde es langweilig, mich interessiert auch die Frau hinter der Mama-Fassade. Mich interessiert, was sie denkt, was sie mag oder eben auch nicht mag. Da Ruby jetzt ja mittlerweile fünf Jahre alt ist, weiß ich ganz genau, zu welcher Verabredung ich mit komme und bei welcher ich lieber zu Hause bleibe. Gott sei Dank hat mein Kind ausschließlich Freunde, wo die Mamas dazu echt cool sind. Wenn ich an die Anfangszeit zurück denke, dann wird mir immer noch ganz schwummerig, denn ab und an fanden diese Spielverabredungen auch bei uns Zuhause statt…..Und ich habe vorher schon Blut und Wasser geschwitzt…..Ehrlich!

Du bist also Gastgeberin einer Spielverabredung. Klingt nach Spaß, oder? Die Frage ist….Spaß für WEN?

Hier kommen meine persönlichen Gründe, warum ich diese Verabredungen eher nicht so gerne mochte. Da gibt es wahrscheinlich noch mehr Gründe. Und bitte: Nehmt nicht alles so Ernst, okay?

1. Diese wahnsinns Verantwortung.

Das Kind von jemand anderem abholen? Es am Leben zu halten? Vollständig wieder abliefern? Wenn du dein eigenes Kind verlierst, ist das eine Sache. Ein anderes Kind zu verlieren, bedarf einer Erklärung. Einer verdammt großen Erklärung.

2. Man muss das Essen stets frisch zubereiten.

Wenn du nicht zu den verpönten Mamas gehören willst, die ihren Kindern ständig Chicken Nuggets und Pommes servieren oder, schlimmer noch, einfache Nudeln- DANN, ja dann, holst du alles aus dir raus und zauberst etwas Wildes aus Bio-Pastinake für den Besuch. Das Ende vom Lied ist dann, dass du doch Chicken Nuggets mit Pommes machst, weil sich alle Kinder weigern, deine Pastinaken Pampe zu essen.

3. Du weißt vorher schon, dass es deinem Kind zu viel wird.

Wie oft habe ich das mit Ruby mitgemacht. Wochenlang war sie aufgeregt und sie hat sich so gefreut, dass endlich alle Kitafreunde mal zu uns kommen. An dem besagten Tag, in der Minute, in der endlich alle Freunde da waren, entschied sich mein Kind plötzlich, dass sie lieber alleine in ihrem Zimmer spielen will. Weil sie müde ist. Oder einfach nur….Ich weiß es nicht, verdammt! Das bedeutete: Ich bin ab jetzt der Klassenclown! Fantastisch. Jemand Lust auf Topfschlagen?

4. Einer weint immer!

Wahrscheinlich das eigene Kind. Und warum? Klare Sache: Weil der Freund es gewagt hat, mit dem zu spielen, was doch eindeutig ihm gehört! Es heißt doch SPIEL-VERABREDUNG, oder? Nun, nicht wenn du unter 5 bist, dann bedeutet es: Verabredung um zu zeigen, was man besitzt und keiner darf es anfassen! (Hinweis: Mit sechs Jahren soll es besser werden, hörte ich!)

6. Man muss basteln.

Mein Kind bastelt gerne. Ich leider gar nicht. Es gibt aber Mütter, die haben ein ganzes Bastel-Equipment-Zimmer bei sich im Haus: Heißklebepistolen, Filzwolle in allen Farben, Aufkleber, Glitzerpapier, Einhorn-Bastelbögen und..und…und…..Tja, wir haben..ähm…..Malbücher und….ähm…..Schwämme (Gilt das?!?)

7. Kinder können anstrengend sein.

An manchen Tagen kannst du das eigene Kind kaum ertragen, warum lädst du also andere in dein Haus ein? Im Idealfall verstehen sich alle hervorragend und die Sorgen waren mal wieder umsonst aber es gibt diese Verabredungen, da weißt du schon nach fünf Minuten, dass es NICHT gut gehen wird. Der erste Kind heult bereits nach drei Minuten, ein anderes will direkt wieder nach Hause und das eigene Kind schluchzt („Mama, die sollen alle wieder gehen!“) Kleiner Tipp: Lasst die Väter die Kinder abholen und setzt euch mit den anderen Müttern zusammen und trinkt Sekt, das verbindet!

 

8. Du darfst nicht schimpfen.

Das eigene Kind anzuschreien, während das Kind eines anderen Zeuge ist, ist eine schlechte Idee. Für den Fall, dass es dich dann verrät (Und das wird es.), lass dir gesagt sein: Das war es dann mit deiner weißen Weste. Und dein Kind weiß das ganz genau.

9. Spielverabredungen sind wie richtige Verabredungen.

Es gibt diesen einen unangenehmen Moment am Ende des Tages, wenn die Eltern ihr Kind abholen und fragen, wie es gelaufen ist. Und obwohl Ihr Kind schreit und komplett verwirrt aussieht, wirst du so tun, als wäre es gut gelaufen. Du wirst sagen: „Wir müssen das unbedingt wiederholen. Ich rufe dich an, damit wir etwas ausmachen können, okay?“ Währenddessen nickst du manisch mit dem Kopf und suchst bereits in dem Moment nach geeigneten Ausreden.

10. Nach der Verabredung ist VOR der Verabredung.

Wer einmal das Ross bestiegen hat, sitzt fest im Sattel. Da kommt man so schnell nicht mehr raus. Obwohl, wenn die Gründe drei und vier nur oft genug passieren, wirst du wahrscheinlich aus der Gruppe geschmissen! Es gibt Hoffnung 🙂

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