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Nachhaltigkeit im Alltag – ihr seid Vorbild für eure Kinder

Das Thema Nachhaltigkeit steht derzeit ganz oben auf der Agenda der Politikerinnen und Politiker. Doch das nicht ganz freiwillig: Erst der Druck durch soziale Netzwerke sowie Proteste – man erinnere sich an die jüngsten Bauernproteste vor dem Kanzleramt – machten dieses Umdenken möglich. Dabei wurden bereits 2012 die „Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit“ in Vorbereitung auf die damalige Weltkonferenz der Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Doch was ist eigentlich Nachhaltigkeit? Grundsätzlich bedeutet Nachhaltigkeit, dass man sich überlegt, was das eigene Handeln in Zukunft bewirken könnte. Dabei sollte versucht werden, Schützenswertes zu erhalten oder den Zustand sogar zu verbessern. Wissenschaftlich betrachtet heißt das auch, dass nicht Gewinne erwirtschaftet werden, die dann in Sozial- und Umweltprojekte fließen, sondern dass Gewinne bereits sozial- und umweltverträglich erwirtschaftet werden. Ihr findet, das hört sich gut an? Dann lest weiter, um zu erfahren, wie ihr gemeinsam mit euren Kindern den Alltag nachhaltiger gestalten könnt.

Nachhaltigkeit ist ein vielseitiger Begriff

In den letzten Monaten wird Nachhaltigkeit vor allem auf Plastikmüll und Erderwärmung bezogen, aber der Begriff geht noch viel weiter. Nachhaltig leben heißt,

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– die Umwelt zu schützen durch die Erschaffung einer Lebensgrundlage für alle, durch den Erhalt von Naturräumen und Ökosystemen, durch den Anbau nachwachsender Rohstoffe sowie durch Reduzierung von Umweltverschmutzung.
– die Wirtschaft zu stärken und zu kontrollieren, sodass diese die Bedürfnisse aller befriedigen und einen hohen allgemeinen Lebensstandard sichern kann. Welt- und Finanzmarkt müssen im Einklang sein und Beschäftigung muss garantiert werden.
– die Lebenswelt der Menschen zu erhalten und zu verbessern, Menschenrechte auszubauen, Diversity zu fördern sowie Chancengleichheit und Teilhabe an der Gesellschaft für jeden zu ermöglichen.
– die Welt im Allgemeinen lebensfähig, ökonomisch tragbar und gerecht zu gestalten.

Natürlich können wir als Individuen nicht an jeder Schraube drehen, um den Lauf der Zeit zu beeinflussen, aber wir sind es unseren Kindern schuldig, so zu leben, dass diese eine gute und – wenn möglich – immer besser werdende Zukunft haben.

Nachhaltigkeit fängt im Alltag an

Bei der Ernährung sollten wir darauf achten, Lebensmittel zu kaufen, die ein Fairtrade-, Bio- oder Nachhaltigkeitssiegel besitzen. Geht gemeinsam mit euren Kindern einkaufen und zeigt ihnen, welche Produkte gut und welche schlecht sind. Kauft mehr Lebensmittel aus regionaler Herstellung und saisonale Produkte, die nicht tausende von Kilometern mit dem Flugzeug zurücklegen mussten. Mit euren Kindern könnt ihr im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse selbst Obst und Gemüse anbauen. Der Kreis schließt sich, wenn ihr beispielsweise das angebaute Obst zu Marmelade oder einem Smoothie verarbeitet. Es ist darüber hinaus wichtig, nur so viel einzukaufen, wie wirklich benötigt wird. Werft keine Lebensmittel weg, sondern verschenkt sie lieber an die Nachbarn. Herstellungs- und Transportketten sollten kurz sein, also vermeidet den Kauf von Lebensmitteln, die kreuz und quer durch Europa gefahren wurden. Ein Herzensanliegen sollte auch die Vermeidung von Plastikmüll sein! Sicher habt ihr auch die Bilder von im Meer schwimmendem Plastik im Kopf oder jenes Foto, das einen Wal zeigt, dessen Magen mit Plastik verstopft ist. Vermeidet deshalb Einwegartikel und bringt bei eurem Einkauf einfach eure eigene Frischhaltedose mit. Plastiktüten sollten ebenso wie Einweg-Plastikflaschen tabu sein. Nehmt stattdessen lieber Stoffbeutel und kauft Mehrweg- oder Glasflaschen.

In allen Lebensbereichen sind positive Veränderungen möglich

Gerade bei der Kleidung könnt ihr ansetzen und euer Kaufverhalten hinterfragen. Dank Onlineshops gibt es Angebote wie Sand am Meer, ihr solltet jedoch darauf achten, Kleidung aus Biostoffen oder recyceltem Material zu kaufen und Händler zu fördern, die auf faire Produktion setzen. Öko- und Nachhaltigkeitssiegel sind auch beim Kleidungskauf wichtige Kriterien. Mit euren Kindern könnt ihr Flohmärkte und Kleidertauschbörsen aufsuchen, denn vieles ist einfach zu schade, um weggeworfen zu werden. Im Haushalt solltet ihr das Ladekabel herausziehen, wenn euer Handy oder Laptop voll geladen ist. Steigt auf Ökostrom um und benutzt häufiger die Bahn statt des Autos oder Flugzeugs. Motiviert euer Kind dazu, den Schulweg mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen und nehmt Abstand von eurer Eigenschaft als Helikopter-Mama. Falls der Weg zur Schule zu weit ist, lohnt sich der Kauf einer Monatskarte für den Nahverkehr.

Gemeinsam können wir viel bewirken

Ihr seht also, dass ihr als Einzelperson mehr bewirken könnt, als ihr euch vielleicht vorgestellt habt. Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, kann diese Welt liebens- und lebenswert bleiben. Wichtig ist dabei, dass ihr für eure Kinder ein Vorbild seid. Lebt deshalb im Alltag Nachhaltigkeit aktiv vor und ihr werdet dankbare Nachahmer finden.

 

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