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Von Marsha Kömpel

Seitdem ich zweifach Mama bin, gibt es so Dinge, die mich nerven. Und zwar immer wieder. Täglich. Oder zumindest manchmal. Klar, sollte man mit etwas Gelassenheit in den Tag starten. Aber irgendwie sind diese “Nerv-Dinge” mit zwei Kindern stärker, gravierender als früher. Kennt ihr das?

Hier meine Top 10:

10: Die Sekretärin

“Mama, kann der XY mal wieder zu uns kommen?” – Klar, nur nicht sofort. Erst muss die Mutter bzw. Sekretärin des gewünschten Spielbesuchs angefunkt werden. Kalender werden verglichen und oft erst Tage oder eine Woche später ein “Termin” gefunden. Freudig teilt man dann dem “MiniChef” mit, wie oft noch geschlafen werden muss, bis besagter Freund kommt. Besonders spaßig wird das ganze, wenn der Freund oder das eigene Kind dann krank ist. Möp. Oder noch schlimmer: “Schatz, XY kommt heute zum spielen” – “Och nööö – ich wollte aber dass der Z kommt.” Waaaaaah

9: Ding Dong

Wenn der Postmann zweimal klingelt, dann meist zur Mittagsschlafzeit. Oder noch besser der TK-Laster-Fahrer. “Nein, ich kaufe jetzt keine Erbsen zwischen Tür und Angel. Ich meld mich gerne selbst.” Oaaarr. Wie oft ich schon mit weinendem aufgewachten Kind die Tür aufgemacht habe. Und wenn man die Klingel abstellt, dass ist es garantiert, dass zufälligerweise Pakete & Co. NICHT beim Nachbarn abgegeben werden konnten, is klar. Mäh.

8: Winter Fail

Ich find Winter ja generell ok. Aber was da gerade draußen so los ist, damit kann ich echt nix anfangen. Denn bei uns hat es im Vergleich zu anderen Regionen NICHT geschneit. Es ist seit Wochen warm, windig und nass. Weder Schnee noch Sonnenschein. Wir hängen hier seit Tagen in der Bude. Ab und an erhascht man mal ein Zeitfenster, während dem man einen Spaziergang machen kann. Nix mit Schlittenfahren – nur trübe Tage. Und das nervt.

7: 24 Stunden

Warum hat der Tag nur 24 Stunden, wenn man für 48 zu tun hätte? Und komischerweise vergehen davon manche Stunden – also solche wie meTime oder Schlaf – wie Minuten um. Während Wartezeiten beim Kinderarzt und besagte trübe Nachmittage gefühlte Jahre dauern? Nerv!!!

6: Mamrobot

Gerade wieder am Wochenende erlebt: Krank sein geht nicht! Auch wenn man tags zuvor Stunden auf dem Klo verbringt, sobald die Arbeitswoche eingeläutet wird, ist wieder Programm. Nichts mit im Bett bleiben oder auf der Couch ausruhen. Nein, die Kinder wollen bekocht, abgeholt, umsorgt und bespielt werden. Das heißt der Mamrobot muss angeschmissen werden. Funktionieren auf Sparflamme. Megaanstrengend, kräftezehrend, ätzend.

5: Falschparker

Der durchschnittliche Nutzer eines Elternparkplatzes ist männlich, zwischen 30 und 40 – und ein fucking Asshole. Jedenfalls frag ich mich manchmal, ob die nerdbebrillten Hipster ihre Kinder im Rauschebart versteckt haben. Nein – in der Regel wohl eher nicht. Die Pisser wollen nur ganz “schnell” mal ihren linksdrehenden Bio-Joghurt im Supermarkt einkaufen. Ob man dann mit zwei Kindern über den ganzen Parkplatz gondeln muss, is denen ja rille. Ok, es sind nicht nur Hipster – Sorry. Gleiches gilt für Business-Frauen mit Alibi-Kindersitz ohne Kind sowie Mettbrötchen und Dosenbier kaufende Handwerker. Grrrr.

4: Küchenschlacht

Da steht man fast ne Stunde in der Küche, bruztelt was Leckeres aus den feinsten Zutaten und dann mag es KEINER! Außer man selbst. Sohn1 findet es “ekelig”, der Mann hat keinen Hunger und Sohn2 macht “Bääääh”. Tja, meine große Koch-Konkurrenz ist die Frau im Kindergarten. Sie macht das Appetito-Essen warm und hat kulinarisch einfach mehr drauf als ich. Das sagt jedenfalls Sohn1. Ich geh heulen.

3: Aufräumen

Ne Stunde saugen, wischen und verstreute Spielsachen wegpacken. Hachz, endlich 10 Minuten die aufgeräumte, saubere Wohnung genießen. Doch schwuuups – bringt Sohn1 etwas Kita-Sand in der Hose mit, das Kleinkind will essen, die Katze kotzt und der Nachmittagskeks wird durch die ganze Wohnung gekrümelt. Und schon ist wieder alles schmutzig und verwüstet. Gnäääh. “Warum Krähe? Warum?”

2: Kassenzone

Jedes Mal beim Einkaufen ärgere ich mich über sie: Die Grabbelzone. Rechts die Kasse, links Zigaretten, Tabak, Ü-Eier und Schnaps. Und während man das Kassenband mit den Einkäufen belegt, räumt Sohn2 – im Wagen sitzend – Zigarillos & Co. ab und zerdellert eine Stiege Schokoeier. Ich finde das UNMÖGLICH. Warum müssen diese Dinge in Griffnähe eines Kindes stehen? Warum sind nicht wenigstens die Tabakprodukte mit Gittern gesichert? Könnt ich ausflippen.

1: Ich mich

Ja, es nervt mich selbst, wenn ich motzig und schlecht gelaunt bin. Ich mag mich dann gar nicht. Vor allem wenn ich schimpfen muss. Oder alles nicht klappen will. Ich bin eben manchmal (oft – zu oft?) eine genervte Jammer-Mama. So wie grad mit diesem Text. Aber manchmal nervt´s eben einfach. Oder?

 

Mehr davon findet Ihr hier: mutterundsoehnchen.com

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1 Kommentar

  1. Jaaaa! Genauso!!!! Warum vergessen wir eigentlich regelmäßig, dass es in Ordnung ist, auch mal genervt zu sein? Und warum quält uns dann sofort das schlechte Gewissen, dass wir genervt sind? Grrrrr….
    Bin ganz bei dir!

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