Ihr Lieben, ich blogge wieder! Ich glaube, es gibt viel zu berichten und außerdem fehlt ihr mir alle! Also, am Montag um 11.55 Uhr haben wir uns ins Flugzeug gedrückt (Ryanair).Wir das ist die Familie Leienbach samt der älteren Version der Familie Leienbach, sprich: Oma und Opa. Jaaaa, wir fahren zu fünft in den Urlaub. Laut einer Studie von FeWo-direkt vermissen die Kindern nämlich die Großeltern im Urlaub. Mehr-Generationen-Urlaub ist in! Bei uns hat das schlicht egoistische Gründe: Oma spielt morgens um sechs Uhr schon leidenschaftlich Prinzessin und Königin. Wir sind um diese Zeit eher noch nicht so angetan davon. Anyway nach Portugal soll es gehen, 18 Tage Sonne haben wir gebucht!

Zunächst steht ein 3,5- stündiger Flug mit der 4-Jährigen Dramaqueen auf dem Programm und ich bin an dem Tag schon um fünf Uhr morgens geweckt worden. „Fliegen wir jetzt, Mama?“ „Jetzt?“ „Jetzt?“ „Wann denn?“ „Wann ist 11.55 Uhr?“ „Ist das noch lange?“ „Wie lange ist eine Stunde, Mama?“ MAAAAAMAAAAAAA! Es ist fünf Uhr, verdammte Hacke. Und genau DA zeigt sich der erste Vorteil eines Urlaubs mit den Großeltern. „Geh zu Oma und frag sie, die sagt dir das!“ STRIIIIIKE!!!! Oma nimmt sich die Zeit und zählt an den Fingern ab, wann das Taxi kommt. Gnihhiiii, Opa wird gleich mit wach gemacht und versucht fachmännisch, kindgerecht die Dauer 1 Stunde zu erklären. Erfolglos. „Opa, aha, und ist eine Stunde jetzt vorbei?“ „Jetzt?“ Ihr kennt das Spiel.

Das wohl derzeit größte Problem meiner Tochter ist der unbändige Hunger, der sie quasi immer dann überfällt, wenn alle anderen gerade etwas zu tun haben. Sie hatte also Hunger als das Taxi kam, IM TAXI, beim Ankommen IM Flughafen, Beim Check-In, bei der Sicherheitskontrolle und FINALLY auf dem Weg ZUM Flugzeug. Dramatischer Hunger, ein Gefühl wie 1224345 Tage nichts zu essen bekommen zu haben. Sie verspeiste in weniger als zwei Stunden alle Brote aus Omas Tasche, einen sauteuren Flughafenbretzel (5 Euro!!!!), ungefähr 45 Gummibärchen (Omas Geheimversteck). Alles halb so wild, wenn nicht alle drei Sekunden ein hoch dramatisches „Maaaaamaaaaaaa, ich hab sooooooo HUUUUUNGER!“ geschrien worden wäre. Omas bleiben da gelassen, wieder ein Pluspunkt für den gemeinsamen Urlaub. Natürlich steuerte die Queen kurz vor Abflug noch in einen Zeitschriftenladen um OPA säuselnd zu bitten „OPIIIIII, ich mag so gerne eine Zeitschrift haben für den Flug, darf ich?“ Ich muss euch nicht erzählen, wer nur kurze Zeit später im Besitz von drei extrem bunten und mit 12349 Kleinteilen ausgestatteten Pferde/Einhorn/Prinzessinnen Heften heraus stolzierte. Pluspunkt Opa again.

Fluggesellschaft Ryanair. Jooooo, ich mag mich nicht negativ äußern, denn hier gilt: You geht, what you pay! Der Platz ist sagen wir mal „begrenzt“ wie dieses kleine Foto verdeutlicht:

Das Essen an Board sieht auf den Karten sehr ansprechend aus. Und teuer. Natürlich hatte das Kind unbändigen Hunger und so mussten wir für 20 Euro!!! ein Set aus Pommes und Chickennuggets erstehen. Ruby war glücklich. So what?

Ich war übrigens so schlau und habe im Vorwege die Sitzplätze festgelegt und oh schade, schade: Ruby sitzt neben Opa und Oma. Ich sitze eine Reihe dahinter mit dem Mann. #hämischeslachen

Ich sage euch, die 3,5 Stunden „verflogen“ im Nu, denn die Großeltern bauten alle 123438 Kleinteile aus den Heften zusammen und bespassten das Kind. ICH konnte schlafen, YEAHHHHH!

Destination: Faro. Bei Ankunft 31 Grad. „Maaamaaaaaa, mir ist warm!“ „Maaamaaaaa, waaaaarm ist mir!“ „Maaaaaamaaaaaaaa!“ Plötzlich steht sie nur noch in Unterhose bekleidet in der Ankunftshalle, wie schnell kann man sich bitte ausziehen? Und wieso geht das Zuhause nicht? Blicke von allen Seiten, das arme Kind! Und wieder: Omas Ideen. Oma wickelt gekonnt ihren Seidenschal um die Signorita und schwupp: Ein neuer luftiger Dress wurde erschaffen! OMAAAAS for President!

Dann ab in den Mietwagen, den wir für 376 Euro für 17 Tage geschossen haben. Wenn es interessiert: Drive on Holiday in Faro hat tolle Preise.

Das Kind hatte die 20 minütige Fahrt erwartungsgemäß großen HUNGER und LANGEWEILE. Abwechselnd.

Wir erreichen unser Ferienhaus. Endlich, schließlich hat das Kind ja auch Hunger 🙂 Wisst ihr, wir buchen unsere Ferienhäuser schon seit Jahren über FeWo-direkt.

Hotelurlaube sind für so einen Mehr-Generationen-Urlaub nicht so geeignet. Ruby wacht um sechs Uhr auf und will, na? ESSEN natürlich. Also schwupps zu Oma ins Zimmer und die macht das dann schon: Pfannkuchen, Toasts, Obst in mundgerechten Stücken, Kakao. ALL INKLUSIVE. Dann spielt Oma seelenruhig Anna und Elsa, sie puzzelt oder erzählt meiner Tochter Geschichten von früher. Ich bin dankbar und drehe mich nochmal um und kuschle mich an meinen Mann.

Unser Haus in Quarteira/Region Faro:

Das Kernstück des Hauses ist der Pool, den ohne Pool geht gar nichts:

Ferienhäuser sind in unseren Augen deswegen die beste Variante, weil wir laut sein dürfen, wir dürfen singen, schreien und essen wann wir wollen. Der Pool ist nicht belegt. Wir können als Familie einfach so sein, wie es uns beliebt.

Natürlich muss man sich die lästige Hausarbeit aufteilen, da sollte man sich im Vorwege wirklich Gedanken drüber machen. Ein Plan, wer was übernimmt (Oma kocht, Opa macht die Spülmaschine, Ich bringe den Müll raus, Claas wischt und Ruby….tja, die darf schwimmen 🙂

Wir sind erst den dritten Tag hier aber es fühlt sich gut an, verdammt gut. Wenn ihr Lust habt, lasse ich euch gerne an meiner Reise teil haben. Bestimmt passiert hier noch ne Menge.

Ich muss übrigens Schluss machen, ich werde gerufen: „Mammaaaaaaaaa, ich habe HUUUUNGER!“

 

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