Der Tag fängt gut an, wenn die ganze Familie ausgeschlafen ist. Häufig sieht die Realität jedoch anders aus. Dein Kind kann nicht einschlafen und wacht mehrfach auf, obwohl es müde ist. Es ruft nach dir und wird mit der Zeit quengelig. Am nächsten Morgen ist die ganze Familie erschöpft, weil niemand erholsam geschlafen hat. Gründe für die Schlaflosigkeit gibt es viele, doch einige Tipps und Hilfsmittel helfen gegen unruhige Nächte.

Passende Bedingungen für erholsamen Schlaf

Es gibt Menschen, die an jedem Ort und bei Lärm einschlafen können. Doch die meisten Menschen finden nachts nur Ruhe, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Die einen benötigen eine stille Umgebung und die anderen brauchen leise Musik oder eine Einschlafgeschichte. Manche Menschen schlafen besser in kompletter Dunkelheit und andere benötigen einen Lichtschein, z.B. ein Nachtlicht. Viele Kinder können mit einem Kuscheltier besser schlafen. Was fast jedes Kind und Erwachsenen am Einschlafen hindert, ist das Summen von Insekten. Deshalb solltest du zumindest alle Schlafzimmerfenster mit Fliegengittern ausstatten. Die feinmaschigen Barrieren lassen auch Mücken nicht durch.

Achte auf die richtige Raumtemperatur

Ist es im Schlafzimmer zu warm, gerät der Körper ins Schwitzen und man wacht völlig gerädert auf. Ein zu kalter Raum führt ebenfalls zum Aufwachen. Das Schlafzimmer sollte mit einer Temperatur zwischen 15 und 18 Grad Celsius etwas kühler sein als die restlichen Wohnräume. Ein Thermometer im Schlafzimmer ist hilfreich. Sind diese Temperaturen im Sommer nicht möglich, hilft eine besonders dünne Bettdecke und für Babys ein dünner Schlafsack.

Rituale stimmen den Körper auf die Schlafenszeit ein

Kleine Kinder müssen zunächst einen Schlafrhythmus entwickeln. Der Körper gewöhnt sich besser an Schlafenszeiten, wenn das Kind immer zur gleichen Uhrzeit ins Bett geht. Ebenso helfen Rituale, also immer wiederkehrende Gewohnheiten am Abend. Folgende Rituale wirken sich häufig erfolgreich aus:

– Nach dem gemeinsamen Aufräumen kehrt beim Abendessen langsam Ruhe ein. Besprecht auch Sorgen und Ängste des Kindes, damit sie ihm nicht den Schlaf rauben.
– Nach dem Essen folgt das Zähneputzen und der Schlafanzug wird angezogen.
– Mama oder Papa lesen eine Gutenachtgeschichte vor.
– Vor dem Schlafen gibt es noch Kuschelzeiten mit den Eltern und ein Hörspiel.

Je nach Alter der Kinder kannst du die Rituale anpassen. Das Kind kann sich beispielsweise selbst die Kleidung für den nächsten Tag rauslegen und die Schultasche auf Vollständigkeit überprüfen. Fernsehen und Spielen am Smartphone oder Tablet sollte nicht zu den abendlichen Ritualen gehören, da Blaulicht das Gehirn wachhält.

Diese Dinge verhindern eine ruhige Nacht

Jeder hat mal schlaflose Nächte, auch wenn die Einschlafrituale eingehalten werden. Anhaltende Schlafstörungen können verschiedenste Ursachen haben, wie auch hier beschrieben wird. Manchmal sind es aber nur Kleinigkeiten, die den Schlaf stören und die du leicht verändern kannst:

– Im Kinderzimmer sollten möglichst wenige elektronische Geräte stehen. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, wie sich die Strahlung auf den Schlaf auswirkt, aber er kann durchaus beeinträchtigt werden. Surrende und leuchtende Geräte sorgen für Unruhe.
– Vermeide deftige und zuckerhaltige Kost beim Abendessen, die schwer im Magen liegt und „aufdreht“. Leichte Speisen sind gut verdaulich und stören den Schlaf nicht.
– Eine Stunde vor dem Zubettgehen sollte nicht mehr getobt werden, damit der Körper zur Ruhe kommt.
– Vermeide Lärm in Nebenräumen durch Hausarbeit, Fernsehen oder laute Gespräche.

Feste Rituale und eine reizarme Schlafumgebung, die durch Fliegengitter, Lärmreduzierung und verringerten Elektrosmog geschaffen wird, wirken sich positiv auf den Schlaf deines Kindes aus. Das verhilft auch dir zu einer ruhigeren Nacht.

 

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