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Ein Gastbeitrag von Lena aus Berlin

Eine Schwangerschaft bringt immer so einige Symptome und Gefühle mit sich. Einige sind positiv und bringen unser Herz zum schmelzen, andere jedoch sind negativ und wir sind froh, sie nicht dauerhaft erleben zu müssen.

Die körperlichen Veränderungen sind von Schwangerschaft zu Schwangerschaft unterschiedlich. Die eine hat in ihrer ersten Schwangerschaft Sodbrennen wie verrückt und bei der zweiten dafür dicke wassergefüllte Füße. Es gibt Frauen, die 40 Wochen lang nur grinsend durch die Gegend laufen und es gibt Frauen, die das Endprodukt herbeisehnen und den Zustand des Schwangerseins jedoch nicht so sehr lieben. ICH z.B. fand die Schwangerschaft nicht soooo prickelnd, meine Tochter jedoch ist das beste, was mir jemals passiert ist.

Wir überlegen schon länger, ob wir uns nochmal in das Abenteuer Baby stürzen. Ich zeige euch mal meine interne Liste an Dingen, die ich gerne NICHT nochmal erleben würde.

1. Probleme beim Stuhlgang 

Wenn wir an Toilettensitzungen in der Schwangerschaft denken, dann denken wir an Verstopfung. Verstopfung gehört definitiv zu den nicht so schönen Dingen einer Schwangerschaft. Wenn man ehrlich ist, dann spielt es keine Rolle ob man nun zuviel oder zu wenig Stuhlgang hat: Deine Ausscheidungen werden wahrscheinlich aus dem Gleichgewicht geraten, wenn du schwanger bist. So oder so.

2. Geschwollene Extremitäten 

Die Schwellungen an Beinen, Händen, Armen und Füßen können dich binnen weniger Stunden in einen Ballon verwandeln. Ich z.B. war KOMPLETT aufgedunsen. Mein schönes Gesicht mit klar definiertem Kinn und Wangenknochen verwandelte sich in etwas, das eher wie ein Medizinball aussah. Meine Finger waren zu groß für meinen Ehering, meine Hüften mindestens drei Größen breiter, und meine Zehen sahen nicht mehr nach Zehen aus, vielmehr ähnelten sie kleinen, dicken kämpfenden Schweinen.

3. Wehen 

Meine Geburt dauerte insgesamt nur sechs Stunden. Ich habe mit Frauen gesprochen, die fast 36 Stunden in den Wehen gelegen haben. Du meine Güte, das ist doch der pure Horror!

Wie eine Frau Wehen erlebt ist bekanntlich sehr unterschiedlich. Während die eine Frau nahezu orgastische Hochgefühle beschreibt, leidet die andere Höllenqualen. Ich muss sagen, dass ich diese Schmerzen auch jetzt nach drei Jahren noch nicht vergessen habe. Es tat schon sehr weh.

4. Messbecher mit lauwarmen Wasser 

Alleine der Gedanke an diesen Messbecher nach der Geburt jagt mir einen Schauer über den Rücken. Alter Falter, das erste mal pinkeln hat mir echt die Schweißperlen auf die Stirn getrieben. An ein schmerzfreies Abwischen war laaange Zeit nicht zu denken, Sitzbäder waren weitaus angenehmer.

Ihr könnt auch eine große Wasserflasche mit lauwarmen Wasser mit aufs Klo nehmen, aber ob dann die Angst vorm K…… weniger wird? Ich weiß nicht.

5. Der Wochenfluss 

Wenn das Baby endlich draußen ist, dann ist allerdings das Tor noch lange nicht geschlossen: Du musst nämlich noch darauf warten, dass die Plazenta zusammen mit Tonnen von Flüssigkeit aus dir heraus kommt. Und das „Chaos“, das mit einer vaginalen Geburt einhergeht, wird eine Weile bei dir bleiben.

Wenn ich mit meinen Freundinnen spreche, die einen Kaiserschnitte hatten, höre ich von ähnlichen Flüssigkeiten, die aus ihnen heraustraten. Sprich: Weder eine Vaginale- noch eine Kaiserschnitt-Geburt kommt ohne irgendeine Form von schlammartigen Absonderungen aus. Das ist beruhigend.

6. Haarausfall 

Ich hatte zwar mal von postnatalem Haarausfall gehört aber dass ich danach fast kahl sein würde, DAS hatte mir natürlich niemand erzählt! Etwa drei Monate nach der Geburt hatte ich echt kaum noch Haare auf dem Kopf. Es fühlte sich buchstäblich so an, als wäre ich eines Tages aufgewacht und hatte eine Glatze auf dem gesamten ersten Viertel meines Kopfes. Es war mir peinlich und äußerst verwirrend und ich war überhaupt nicht darauf vorbereitet.

7. Schlafmangel 

Ich erinnere mich vage daran, dass ich in den ersten sechs Monaten des Lebens meiner Tochter ein echter Mombie war – Ich schlief so gut wie nie, aber ich war auch nie wirklich wach.

Sicherlich war meine persönliche Geschichte auch Schuld an diesem Zustand, denn obwohl meine Tochter regelmäßig und gut trank, so musste ich dennoch oft abpumpen, weil ich so unfassbar viel Milch hatte. Und außerdem hatte meine Tochter völlig neue Ängste im Gepäck: Ich musste quasi immer wach sein, um sicherstellen zu können, dass dieser kleine Mensch noch am Leben war. Die Schmerzen taten ihr übriges dazu bei, nicht unbedingt wohlig schlafen zu können.

9. Stillprobleme 

Sollte es ein zweites Kind geben, so würde ich wieder stillen wollen. Es dauerte einen ganzen Monat, bis meine Tochter verstand, wie sie die Brustwarze komplett in ihren Mund bekommt. Der gesamte erste Lebensmonat war ziemlich tränenreich und es gab unzählige Anrufe bei meiner Stillberaterin. Irgendwann klappte alles echt super aber die ersten Wochen waren die Hölle.

10. Neue Erfahrungen

Bei meiner „ersten Runde“ hatte ich noch viel Angst, aber immerhin war ich lediglich für mich alleine und mein Baby im Bauch verantwortlich. In einer zweiten Runde kommt eine weitere Person dazu, das bedeutet wiederum völlig neue Erfahrungen, auf die ich mich so nicht vorbereiten kann. Versteht mich nicht falsch, einerseits freue ich mich auf diese neuen Erfahrungen aber andererseits habe ich auch Angst vor dem, was dann auf mich zukommt.

Ach ja, es gibt so viele Dinge, die eine Frau in der Schwangerschaft in Sorge versetzen aber letztlich ist es immer gleich: Diese ersten Momente mit seinem frischgeborenen Kind sind all die schrecklichen Wehen wert.

Auf ins Abenteuer…….

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