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Ein wunderschöner Gastbeitrag von Steffi aus Aachen.

Es trifft mich immer wieder völlig überraschend.

Es ist deine unschuldigen Art, wie du morgens aufwachst, deine Haare ganz verfilzt, weil du genauso schläfst, wie ich, fest eingepackt, deine Decken um deine Schultern gelegt, während deine Füße nackt auf deinen Lieblings-Frozen-Bettlaken liegen.

Es ist die Art, wie du mich ansiehst, dieses hübsche Gesicht ohne einen Hauch von Schminke. Ich weiß, dass du mich eines Tages bitten wirst, meine Schminke benutzen zu dürfen. An diesem Tag wird mein Herzens ein wenig brechen, weil du dich selbst nicht so sehen kannst, wie ich dich sehe.

Es ist die Art, wie du mit deiner Schwester kichernd über den Hof rennst. So unbeschwert und glücklich. Es ist kein Hauch von Selbstzweifeln zu erkennen, auch wenn ich weiß, dass sie dich in deinem Leben irgendwann mal quälen werden.

Es trifft mich, wenn ich dich sehe – ein junges Mädchen, das erschreckend schnell mein  Baby ersetzt hat. Mein Baby, das mich mit seinem Anblick so überwältigt hat. Das Baby, das alles verändert hat. Das Baby, das perfekt in den Raum neben meinem Herzen passte – und das nie aufhören wird, mir den Atem zu rauben.

Denn in diesen Momenten, liebe Tochter, erkenne ich etwas, was du vielleicht nie so sehen wirst, nämlich, dass du so, sooooo schön bist.

Ich frage mich, wann du anfängst dir Gedanken darüber zu machen, wie du wohl auf andere Menschen wirkst. Wann du anfängst an deiner Kleidung zu zuppeln und dich vor dem Spiegel hin und her drehen wirst. Leider kann ein Spiegel nie das reflektieren, was ich in dir sehe.

Ich frage mich, wann du deine Stirn das erste Mal verzweifelt in Falten legen wirst, weil du zu deinem schärfsten Kritiker worden bist. Wann du verächtlich die Augen verdrehen wirst, weil ich es wage, dir zu sagen, wie unendlich schön du aussiehst.

Ich werde es dir trotzdem immer sagen, weil ich es wirklich so meine, meine Süße.

Du kannst an dir rumzupfen und dich bemalen, dir die Haare färben und schneiden, dich besonders gesund ernähren, dich mit Schmuck behängen und mit Glitzer vollschmieren aber egal was du auch machen wirst: Für mich wirst du immer das Schönste sein, was meine Augen je gesehen haben.

Du wirst bei mir immer das Gefühl hervorrufen, ein Wunder auf diese Welt gebracht zu haben. Dieses Gefühl habe ich bereits seit der ersten Sekunde im Kreißsaal, als sie dich warmes kleines Wesen auf meine Brust gelegt haben. Ich habe dich irgendwie sofort erkannt, als wären wir alte Kumpels, die nur einmal kurz getrennt und dann wieder vereint wurden und nicht als würden sich Mutter und Tochter zum ersten Mal treffen.

Die Wahrheit ist, manchmal beobachte ich dich einfach. Ich weiß, dass das vielleicht ein wenig komisch klingen mag, aber ich entschuldige mich nicht dafür, weil eine Mama das tun darf. Du wirst irgendwann verstehen, wie es ist, mit deinem Herzen außerhalb deines Körpers leben zu müssen, weil dein Kind es mit sich trägt. Es ist quasi unmöglich dabei nicht zumindest einen kleinen Teil deines Verstandes zu verlieren.

Ich beobachte dich, weil ich nie aufgehört habe, das zu fühlen, was ich bei deiner Geburt gefühlt habe. Du bist mein Wunder und mein Herz schlägt immer doppelt so schnell, wenn ich dich sehe.

Ich beobachte dich, weil mich alles an dir, von den Sommersprossen an deinem Bein, über die Art und Weise, wie du deine Haare hinter deine Ohren schiebst, wirklich so fasziniert.

Manchmal erschreckt es mich, dass man überhaupt mit einer solchen Intensität lieben kann. Ich versuche dann mich selbst zusammen zu raufen und mich daran zu erinnern, cool zu bleiben. Ich will dich nicht damit erschrecken, dass du eine total verrückte, emotionale Mutter hast. Ich habe geweint, als du in den Kindergarten gekommen bist, und es war mir peinlich.

Ich möchte deine Schönheit so gerne für dich konservieren. Diese Schönheit, die du z.B dann hast, wenn du unbeobachtet und frei mit deinen Geschwistern herumtobst. Diese Schönheit, wenn du schläfst. Diese Schönheit in jeder Umarmung, die du mir gibst, ohne darüber nachzudenken. Ich möchte deine atemberaubende Schönheit so gerne einfangen und sie dir dann wieder reichen, wenn du anfängst nicht nur für dich selbst zu leben, und dich mit anderen zu vergleichen.

Ich möchte den größten Spiegel der Welt aufstellen, einen Spiegel, der dir auf magische Art und Weise zeigen kann, was ich täglich sehe, ein Spiegel, der das zeigen kann, was ich in dir sehe. Er soll dir deine Stärke, dein Einfühlungsvermögen, deine Intelligenz, deine Freundlichkeit und deine Eigenarten zeigen können, all das, was dich so perfekt macht.

Mein Mädchen, du bist so wunderschön.

Ich werde es dir immer wieder sagen, obwohl ich weiß, dass du es eines Tages selbst nicht immer glauben wirst. Ich werde nicht aufhören damit.

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