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Unsere Gastbeiträge werden uns von oft von Müttern geschickt, die keinen eigenen Blog o.ä haben. Das macht aber auch nichts, denn ihre Geschichten oder die ihrer Kinder sind aus dem wahren Leben gegriffen. Und darauf kommt es an. Wir wollen euch ermutigen, auch eure Geschichten aufzuschreiben. Heute schreibt N. aus Hamburg über ihre Tochter, die ADHS hat. Es geht um die Schule. Es geht darum, wie der Alltag aussieht und wie Inklusion in deutschen Schulen aussehen kann.

Wenn ein Kind in die Schule kommt ist das sehr aufregend und man fragt sich was das Kind alles erleben wird, welche schönen Erfahrungen es machen wird, ob es Freundschaften schließen wird und Spass in der Grundschule haben wird. Leider wurde ich sehr schnell aus diesen Gedanken gerissen denn jeder Tag ist der reinste Hürdenlauf. Meine Tochter ist neun Jahre alt, mit sechs Jahren wurde bei ihr ADHS diagnostiziert. Sie könnte vier Jahre lang nicht richtig hören, nachdem ich mir vier Jahre lang sagen lassen durfte, das ich nur eine überforderte junge Mutter sei und mit meiner Tochter alles ok wäre. Gott sei Dank bin ich endlich an einen kompetenten Arzt geraten der meine Tochter auch operierte. Nach der OP wurde alles anders, sie sang, tanzte und hörte nun alle Geräusche, die für sie bis dahin nicht existierten. Ihr Gehirn konnte nun alle Geräusche filtern und sie konnte die Nebengeräusche nicht mehr einfach ausblenden. Nachdem wir dann die Diagnose bekommen haben und meine Tochter von der Vorschule in die erste Klasse kam, wurde uns mitgeteilt, das sie in eine Inklusionsklasse kommen soll, was ich eigentlich für sehr sinnig hielt, weil Inklusion ja eigentlich immer gut ist für Kinder mit Schwierigkeiten sein soll….. So dachte ich zumindest …. Die Realität sah leider ganz anders aus …. Bei dem Lernentwicklungsgespräch wurde mit das Schul-Fach meiner Tochter mit den Worten vor die Nase gestellt: „Gucken sie sich doch mal das Fach an!“  Ich erwiderte: „Ja, es ist nicht aufgeräumt!“ Woraufhin ich mir sagen lassen durfte, das man das so nicht sehen kann, denn bei Betrachtung des Faches wisse man ja eindeutig wie es bei Emily im Inneren aussehen würde. Meine Tochter wurde schlichtweg ausgeschlossen und ausgegrenzt. In eine Ecke an einem Einzeltisch saß sie mit dem Rücken zu allen anderen Kindern gedreht. Wenn sie dem Kopf hebt, hängt vor ihr ein bunt gemaltes Bild, damit sie nicht aufs Mauerwerk gucken muss, rechts neben befindet ist die Fensterbank und die Fenster, links neben ihr steht ein Regal. Von diesem Platz aus, kann sie die Tafel nicht sehen. Als ich den Platz meiner Tochter letztes Jahr bei der Weihnachtsfeier das erste Mal gesehen habe, bin ich innerlich zusammen gesackt, weil es mich so getroffen hat, mich unendlich traurig gemacht hat. Ich hatte der Schule jede Menge Materialien zum Thema ADHS mitgegeben, ich bat die Schule sich ausreichend zu informieren, aber das tat keiner. Denn Emily ist alleine… Das Ausgrenzen der Lehrkräfte hat dafür gesorgt, dass die Mitschüler Emily ebenfalls ausgrenzten. Wenn sie Kinder aus ihrer Klasse fragt, ob sie mitspielen darf, dann sagen diese sehr oft : „Geh einfach weg, du bist doch eh bekloppt.“ Das sorgt natürlich dafür, dass sie morgens sehr häufig weint, sie fühlt sich gemobbt und ausgegrenzt. Die Lehrerin möchte allerdings alles wissen: Wie liefen die Termine beim Pädaudiologen, beim Neurologen, bei der Ergotherapie, am besten lege ich ihr alles offen. Auf meinen Wunsch hin, anders mit meiner Tochter umzugehen, wird jedoch nicht reagier. Emily hat keine AOL (Nachteilsausgleich) und auch keinen i Status. Als Mutter bin ich jedoch in der Realität der ach so tollen Inklusion und in der realen Welt mit ADHS angekommen. Das Leben wird einem noch schwerer gemacht und man fragt sich so oft ob man wirklich alles gegeben und alles Menschenmögliche getan hat. Das geht sogar so weit, das wir auf der Suche nach einer neuen Wohnung sind, um Emily eine neue Schule ermöglichen zu können, wo sie endlich unvoreingenommen und ohne Ausgrenzung glücklich sein kann.

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