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Der folgende Gastbeitrag stammt aus der Feder von Dominique. Sie ist die Mama von drei wunderbaren Kindern und schreibt auf ihrem Blog über ihr manchmal turbulentes Leben. Ich lieeeeeeebebebeeeeeeeeeeeeeeee ihren Blog sehr. Am Ende des Artikels habe ich euch verlinkt, wie ihr auch mal zu ihr gelangen könnt.

Meine erste Schwangerschaft verlief ziemlich problemlos. Ich war gerade 23, habe noch studiert und mir im Voraus wenig Gedanken über die Geburt gemacht. Ich dachte mir, das würde dann schon alles irgendwie klappen, wenn es so weit ist. Klar war eigentlich nur, dass ich mir eine spontane, natürliche Geburt wünschte. Als die letzten Schwangerschaftswochen anbrachen und mein Sohn sich immer noch in Beckenendlage befand, wurde ich langsam etwas nervös. Er könne sich noch bis kurz vor der Geburt drehen, sagte meine Gynäkologin damals. Dennoch versuchte ich kurz darauf gemeinsam mit meiner Hebamme, etwas nachzuhelfen. Wir haben geturnt, gemoxt (eine Methode aus der chinesischen Medizin), ihn mit Musik und Licht gelockt – doch alle Versuche blieben erfolglos.

In den Gesprächen mit verschiedenen Kliniken wurde mir wenig Zuversicht vermittelt. Mit Spontangeburten aus Beckenendlage würden sie sich nicht auskennen. Und bei einer Erstgebärenden würden sie sowieso dringend davon abraten. Ich sollte mir vorstellen, mein Kind bliebe mit dem Kopf stecken, wenn der Rest schon geboren sei. Dann gebe es kein Vor oder Zurück mehr. Ich wurde gefragt, ob ich das Leben meines Babys aufs Spiel setzen wollte. Das wollte ich natürlich nicht. Ich war jung, schlecht informiert und somit leicht zu verunsichern. Resigniert stimmte ich einem Kaiserschnitt zu. Die Tatsache, dass meine Mama mich selbst als Erstgebärende aus Beckenendlage spontan entbunden hatte, kam mir immer wieder in den Sinn, doch die Worte der Ärzte hatten sich schon zu tief in meine Gedanken gebrannt. Ich wollte schließlich nicht das Leben meines Babys riskieren.

Da es sich völlig falsch anfühlte, den Geburtstag meines Kindes selbst zu bestimmen und ihm womöglich wertvolle Zeit im Mutterleib zu nehmen, wollte ich mit der Operation warten, bis die ersten natürlichen Wehen eingesetzt hatten. Darüber waren die Ärzte nicht sehr erfreut, dennoch willigten sie ein. Als der errechnete Entbindungstermin verstrich, musste ich mich regelmäßig in der Klinik vorstellen. Dieses Vorgehen hinterfragte ich nicht, denn auch hier wurde mir suggeriert, dass mein Baby sich in Gefahr befand und man die Schwangerschaft deshalb engmaschig überwachen müsse. Wir befanden uns an ET+6, es war Donnerstag vor dem Pfingstwochenende. Von Wehen keine Spur. „Morgen sind Sie eine Woche über Termin. Länger warten wir nicht. Außerdem sind wir an Pfingsten schlechter besetzt. Ich kann Ihnen morgen früh einen Termin für einen Kaiserschnitt anbieten, andernfalls müssen Sie sich leider eine andere Klinik suchen“. Die Worte der Ärztin fühlten sich an wie ein Faustschlag ins Gesicht. Leider fehlte mir der Mut, mich weiter für meine Wünsche einzusetzen. Unter Tränen stimmte ich dem geplanten Kaiserschnitt zu. Schon am gleichen Abend wurde ich in der Klinik aufgenommen und verbrachte eine schlaflose Nacht mit einer Mutter und ihrem Neugeborenen.

Weil der OP-Saal so klein war, durfte mein Mann bei der Geburt nicht dabei sein. Ich weiß noch genau, wie ich auf dem OP- Stuhl saß und für die Sectio vorbereitet wurde. Es war kalt, ich trug nur das OP- Hemd. Viele Menschen hantierten an und neben mir herum. Ich hatte Angst und fühlte mich ausgeliefert. Ich zitterte am ganzen Körper.

Die Spinalanästhesie wurde gesetzt, die anschließende Sectio verlief komplikationslos. Nachdem mein Sohn geboren war und der Kinderarzt ihn kurz angeschaut hatte, wurde er mir auf die Brust gelegt. Wir durften bonden während ich genäht wurde. Auch das war eine Forderung von mir, eigentlich hätte ich mein Baby erst nach der Operation halten können.

Nachdem ich zugenäht war, wurde ich vom OP-Stuhl auf ein Krankenbett gehoben. In diesem Moment realisierte ich zum ersten Mal, dass ich vom Bauch abwärts wie gelähmt war. Meine Beine bewegten sich beim Umbetten, aber ich spürte nichts. Das war ein sehr beängstigendes Gefühl. Doch relativ schnell kehrte das Gefühl in den Beinen zurück und mit ihm auch der Schmerz im Unterleib. Meine Wunde blutete stark, sodass mir ein schwerer Sandsack auf die Naht gelegt wurde. Die Schmerzen machten es mir schwer, die ersten Stunden mit meinem Baby zu genießen.

In den Tagen nach der Sectio weinte ich oft. Während meine Zimmernachbarin sich kurz nach ihrer Vaginalgeburt schon um ihr Baby kümmern konnte, kollabierte ich beim ersten Versuch, auf die Toilette zu gehen, auf dem Badezimmerboden. Seither hatte ich Angst, aufzustehen. Dementsprechend schwer fiel es mir, mich um mein Baby zu kümmern. Beim Wickeln war ich stets auf Hilfe angewiesen und auch das Herausheben meines Sohnes aus dem Beistellbett gestaltete sich schwierig. Während meine Zimmernachbarin am nächsten Morgen mit dem Babybett zum Frühstücks-Buffet lief, wartete ich darauf, dass mir das Essen ans Bett gebracht wurde. Aufstehen konnte ich immer noch nicht. Nach zwei weiteren schrecklichen Nächten, in denen ich dazu genötigt wurde unter Schmerzen aufzustehen und mein Kind selbst zu versorgen, bat ich unter Tränen um die vorzeitige Entlassung. Ich wollte keine Nacht länger im Krankenhaus verbringen.

Zuhause ging es mir mit der Hilfe meines Mannes schnell besser. Aber eins war mir klar: so würde ich nie wieder freiwillig entbinden wollen!

Vier Jahre später.

Ein Geschwisterchen war auf dem Weg. Meine Tochter lag die gesamte Schwangerschaft über in Schädellage. Ich war so glücklich. Diesmal stand einer spontanen Geburt nichts im Weg. So dachte ich. Ich war in der 30. Schwangerschaftswoche. Nach einer Routinekontrolle mit anschließender Feindiagnostik erfuhren wir, dass unsere ungeborene Tochter das Down Syndrom hatte. Es folgten zwei weitere Diagnosen. Duodenalatresie. Polyhydramnion. Meine Tochter hatte einen Darmverschluss und konnte deshalb die Fruchtwassermenge nicht regulieren, was dazu führte, dass ich einen riesigen Babybauch hatte – voll mit viel Fruchtwasser und einem eher zarten Baby. Mein Wunsch nach einer Spontangeburt stieß wieder auf Gegenwind. „Durch das viele Fruchtwasser ist Ihre Gebärmutter schon sehr stark gedehnt. Die Gefahr einer Ruptur der alten Kaiserschnittnarbe ist erhöht. Wenn Ihnen die Fruchtblase springt, ist es für die Nabelschnur ein leichtes, mit dem vielen Wasser vor dem Kind herauszurutschen. Dann wäre die Versorgung Ihres Babys gefährdet. Ihre Tochter wird aufgrund ihrer Behinderung wahrscheinlich eh Startschwierigkeiten haben. Sie wollen doch nicht das Leben Ihres Kindes in Gefahr bringen?“ Da waren sie wieder, diese vorwurfsvollen Worte, die sich tief in mein Herz bohrten. Mich verließ jegliche Hoffnung. Der Kaiserschnitt wurde 10 Tage vor dem errechneten Geburtstermin geplant. So weit schafften wir es jedoch nicht mehr. Genau zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin wachte ich nachts mit Wehen auf. Das erste Mal echte Wehen. Immerhin das durfte ich nun noch erleben. Dass sich meine Tochter noch vor dem Kaiserschnitt-Termin von selbst auf den Weg machen wollte, war für mich dann aber wie ein Zeichen. Auf der Fahrt in die Klinik wusste ich plötzlich: ich würde versuchen, dieses Baby vaginal zu gebären.

Der leitende Oberarzt stimmte meinem beharrlichen Wunsch dann tatsächlich zu. Unter der Voraussetzung einer engmaschigen Überwachung durfte ich es versuchen. Doch es sollte wieder anders kommen. Das viele Fruchtwasser verhinderte, dass meine Tochter tiefer ins Becken rutschte. Die Wehen konnten nicht auf den Muttermund wirken. Das CTG wurde auffällig und besserte sich nicht. Die durch die Behinderung meiner Tochter sowieso schon verunsicherten Geburtshelfer wollten nicht länger warten. Ich landete wieder auf dem OP-Stuhl.

Diesmal durfte immerhin mein Mann dabei sein. Meine Tochter wurde geboren und sofort von den Kinderärzten mitgenommen. Es fand kein Bonding statt. Ich bekam sie nur kurz im Vorbeigehen zu Gesicht.

Irgendwann nach der Geburt, irgendwo in einem kleinen Raum, schickte ich meinen Mann los, unsere Tochter zu suchen. Nach einer Weile kam er wieder und hielt mir das Handy vor mein Gesicht. Das war es also, unser erstes Kennenlernen. Ein Foto auf dem Handy meines Mannes. Es folgte eine schwere Zeit, die neben den körperlichen Schmerzen durch den zweiten Kaiserschnitt vom Alltag auf der Kinderintensivstation geprägt war. Mein Wochenbett verbrachte ich nach meiner Entlassung pendelnd zwischen unserer Wohnung und der Klinik. Dazu kam die Trauer über meine verpasste Chance. Mein Wunsch nach einer natürlichen Geburt hatte sich jetzt also endgültig erledigt.

Drei Jahre später.

Ein positiver Schwangerschaftstest. Und die Gewissheit, dass nach zwei Kaiserschnitten ein dritter folgen würde. Es war wohl mein Schicksal, niemals eine natürliche Geburt erleben zu können. Diese letzte Schwangerschaft wollte ich trotzdem genießen. Ich hatte keine Lust mehr auf Diskussionen mit Ärzten. Keine Lust mehr, mir den Kopf zu zerbrechen und am Ende doch mit schlechtem Gewissen widerwillig einem Kaiserschnitt zuzustimmen. Ich ergab mich meinem Schicksal, wollte aber wenigstens die Schwangerschaft stressfrei und selbstbestimmt erleben. Ich suchte mir eine Hebamme, die die Schwangerschaftsvorsorge übernahm. Ich wollte mich von niemandem mehr verunsichern lassen und die Vorsorge gemütlich im heimischen Wohnzimmer genießen. Das gefiel meiner Gynäkologin gar nicht. Sie könne die Vorsorge dann nicht mehr abrechnen, behauptete sie. Also kehrte ich ihr den Rücken. Denn eins war mir wichtiger denn je: Ich wollte diesmal ganz auf meine Intuition vertrauen. Ich wollte mich in jeglicher Hinsicht selbst umfassend belesen und informieren. Ich wollte über diese Schwangerschaft und alles, was mit ihr zusammenhing, selbst entscheiden und mich nicht durch Ärzte und Geburtshelfer in meinen Wünschen und Entscheidungen verunsichern lassen. Meine Hebamme bestärkte mich und ich fand einen Arzt, der die Vorsorge im Wechselmodell praktizierte. Die Schwangerschaft verlief ohne Probleme.

Und dann kam diese Nacht, in der ich wach lag und über die Geburt nachdachte. Draußen wütete ein Sturm und plötzlich kamen mir die Tränen, als ich spürte, dass da tief in mir immer noch dieser unerfüllte Wunsch war. Ich teilte meine Gedanken mit meinen Leser*innen auf Instagram. „Damit musst du dich wohl abfinden“, „Hauptsache das Kind kommt unbeschadet auf die Welt“, „Meine Kaiserschnitte waren gar nicht so schlimm“. Und irgendwo zwischen all den Kommentaren die Frage „Kennst Du die Facebook Gruppe ‚Natürlich gebären nach Kaiserschnitt – TOLAC/VBAC‘?“

Eigentlich hatte ich mich mit meinem Schicksal bereits abgefunden. Dachte ich zumindest. Aber irgendwie fand ich dann doch den Weg in diese Facebook-Gruppe.

VBAC ist die Abkürzung für Vaginal Birth After Cesarean sectio (Vaginale Geburt nach Kaiserschnitt). Und genau darum ging es in der Gruppe. Schritt für Schritt arbeitete ich mich durch die Informationen, Statistiken und Lektionen, die hier bereitgestellt wurden. Außerdem las ich mich durch etliche Geburtsberichte. Dann teilte ich meine eigene Geschichte in der Gruppe und bekam sehr viel positiven Zuspruch. Denn die Gründe, die bei den ersten beiden Kindern zum Kaiserschnitt geführt hatten, müssten ja nicht wieder auftreten. Außerdem sei die Gefahr einer Uterusruptur nach zwei Kaiserschnitten kaum höher als nach einem. [In der medizinischen Fachliteratur wird die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Ruptur bei uterinem Querschnitt mit 0,06 bis 2% angegeben. Vergleichbare Zahlen findet man auch für die elektive Re-Sectio (DGGG 2010a)]. Unter den Dateien fand ich eine Liste mit Kliniken, Ärzten und Hebammen, die eine VBAC und sogar eine VBA2C (Vaginale Geburt nach zwei Kaiserschnitten) unterstützen. Und da war er dann plötzlich. Ein kleiner Hoffnungsschimmer. Gab es doch noch eine Chance auf eine vaginale Geburt für mich?

Ich bestellte mir ein Buch, das in der Gruppe empfohlen wurde: „Meine Wunschgeburt – Selbstbestimmt gebären nach Kaiserschnitt“ von Ute Taschner und Kathrin Scheck. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich mit meiner Familie und meinem dicken Babybauch im Schwimmbad saß, Geburtsberichte las und mir Tränen die Wangen herabliefen. So sehr rührten mich die Geschichten anderer Frauen, die ähnliches erlebt hatten wie ich. Außerdem fand ich in dem Buch sehr viele fachlich fundierte Informationen rund um das Thema.

Je mehr ich las, desto sicherer fühlte ich mich. Diesmal würde ich mich nicht durch Worte von Ärzten einschüchtern lassen. Diesmal hatte ich mich selbst so tief in das Thema eingearbeitet, dass ich selbstsicher und gut informiert argumentieren konnte. Ich wollte es versuchen. Mein drittes Baby wollte ich aus eigener Kraft gebären.

Ich sprach mit meiner Hebamme und dem neuen Gynäkologen. Beide sahen keinen Grund, es nicht zu versuchen. Sie wiesen aber auch darauf hin, dass die Einstellung der Geburtshelfer gegenüber dem Thema eine große Rolle für den Erfolg spielen würde. Ich entschloss mich daher dazu, mein Geburtsplanungsgespräch nicht in der nächstgelegenen Klinik zu führen, sondern mich gleich bei einer der Kliniken aus der Liste anzumelden. Die Wahl fiel auf die Filderklinik in Filderstadt. Den Anfahrtsweg von einer Stunde nahmen wir gerne in Kauf. In der 36. Schwangerschaftswoche stellte ich mich also einer Ärztin mit meinem Wunsch vor. Sie klärte mich sachlich über alle Risiken auf, sicherte mir aber zu, dass Sie und Ihre Kollegen eine vaginale Geburt unterstützen würden, solange sich im Geburtsprozess keine Situation ergeben würde, die ein schnelles Eingreifen notwendig machen würde. Hier sei man nach zwei vorangegangen Kaiserschnitten natürlich etwas vorsichtiger. Sie empfahl uns, nach Einsetzen der Wehen nicht zu lange zu warten, sondern uns aufgrund der langen Anfahrt lieber früher als spät auf den Weg zu machen. Sollten bis 14 Tage nach dem errechneten Entbindungstermin keine natürlichen Wehen eingesetzt haben, sollte ich mich nochmal in der Klinik melden. Eine künstliche Einleitung der Geburt sollte aufgrund der dadurch erhöhten Rupturgefahr möglichst vermieden werden.

Da die Geburtshilfe der Filderklinik sehr beliebt und die Kreißsäle deshalb oft voll sind, stellten wir uns als Backup-Lösung noch bei einer zweiten Klinik aus der Liste vor. Auch die Medius Klinik in Ostfildern-Ruit gab uns grünes Licht für den VBA2C-Versuch.

Ich fühlte mich immer bestärkter und zuversichtlicher. Gemeinsam mit meinem Mann las ich noch das Buch „Hypnobirthing – Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt“ von Marie F. Mongan. Ich übte Atemtechniken und Entspannungsmethoden, überlegte mir Affirmationen für die Geburt und erstellte einen schriftlichen Geburtsplan. Dieser enthielt zum Beispiel meine Wünsche bezüglich Geburtsmodi, CTG-Überwachung, PDA, Öffnung der Fruchtblase, Dammschnitt und auch Hinweise für den Fall eines Notkaiserschnittes. Um bei meinen Wünschen nicht übergangen zu werden, packte ich diesen Plan ausgedruckt für die Geburtshelfer in meine Kliniktasche. Danach fühlten mein Mann und ich uns sehr gut vorbereitet, um in das Abenteuer „Wunschgeburt“ zu starten.

Die Vorsorge wurde bis zuletzt von meiner Hebamme durchgeführt. Meinen Gynäkologen sah ich lediglich zu den 3 Ultraschall-Terminen und zur geburtsvorbereitenden Akupunktur. Auf Fein- und Pränataldiagnostik sowie routinemäßige CTG-Kontrollen verzichtete ich, da ich zu jeder Zeit das Gefühl hatte, dass es mir und dem Baby gut ging.

Die letzten Wochen bis zum errechneten Termin verbrachte ich entspannt und voller Vorfreude. Ich hatte tiefes Vertrauen in mich und meinen Körper und konnte es kaum erwarten, dass unsere Geburtsreise startete. Der errechnete Geburtstermin verstrich und ich erinnerte mich an meine erste Schwangerschaft. Sollte meine Geduld also noch ein zweites Mal auf die Probe gestellt werden? Doch diesmal setzte mich immerhin niemand unter Druck. Dafür hatte ich bei der Wahl meines Arztes und der Klinik gesorgt. Meine Hebamme versicherte mir, dass mein Körper startklar war und es sich nur noch um wenige Tage handeln könne. Der Gebärmutterhals war schon fast verstrichen, der Muttermund bereits fingerdurchlässig. Die Tage vergingen und langsam machte sich dann doch ein wenig Ungeduld bei mir breit. Zweimal wurde ich nachts von Wehen geweckt und dachte, es ginge los. Beide Male hatten die Wehen dann aber wieder von alleine aufgehört. Zum Glück noch vor der Entscheidung, in die Klinik zu fahren. Mein Körper bereitete sich auf die Geburt vor, war aber offensichtlich noch nicht so weit für das Finale.

Als bereits eine Woche seit dem errechneten Termin vergangen war, wuchs meine Angst vor einer Einleitung. Denn ich wusste, dass künstliche Wehen kein guter Start für eine VBA2C sein würden. An ET+9 bat ich meine Hebamme deshalb um eine Eipollösung, um die Geburt ein wenig anzustoßen. Bei einer Eipollösung wird versucht, die äußere Hülle der Fruchtblase, vorsichtig mit dem Finger vom Gebärmutterhals abzulösen. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Muttermund schon leicht geöffnet ist. Dies war bei mir schon seit einigen Tagen der Fall.

Und dann kam sie. Die Nacht, in der die Wehen nicht mehr aufhörten. Es war ET+11 und das Ende eines wunderschönen Sommer-Tages im August.

Die Fortsetzung der Geschichte mit dem ganzen Geburtsbericht findest du auf meinem Blog:

Instagram: https://www.instagram.com/madeformotti/guide/pflumlis-geburtsbericht/17883379390866922/?igshid=1tttr4pvvqzbt

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Quellen:

DGGG 2010a: Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Schwangerenbetreuung und Geburtsleitung bei Zustand nach Kaiserschnitt. Stand 2010, AWMF 015/21.

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