Kinder und Jugendliche lieben es zu chillen, zu zocken oder einfach nur abzuhängen mit Freunden oder auch alleine. Die tägliche Bewegung – und dazu noch draußen an der frischen Luft – kommt dabei leider oftmals zu kurz. Tatsächlich belegt eine Studie, dass nur noch jedes fünfte Kind in Deutschland mindestens für eine Stunde täglich körperlich aktiv ist. Dabei ist es eine dringende Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO, dass Kinder sich sportlich betätigen sollen und nicht etwa die gesamte Freizeit vor Fernseher, Computer oder Handy abhängen. Wie kann man nun Kinder motivieren, wieder mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Unsere Familien-Tipps sollen euch zeigen, wie es geht, sogar Faulpelze körperlich gesund in Schwung zu bringen.

„Guten Morgen“ – heute wird mal in die Schule gelaufen

Den Schulweg legen in der Tat nur etwa 40 Prozent der Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Hier sind Kinder und Jugendliche in anderen Staaten allerdings deutlich aktiver. Vorreiter sind zum Beispiel Länder wie die Niederlande, England oder auch Slowenien in Sachen zu Fuß oder per Rad zur Schule zu gelangen. Aber auch ihr könnt das ab sofort ändern und das Mama-Taxi ruhig mal stehen lassen. Wecke dein Kind aber bitte rechtzeitig für den Weg zur Schule auf. Wenn dein Kind schon älter ist (ab der 4. Klasse, nach dem Fahrradführerschein), darf es natürlich auch mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Solltest du unsicher sein, ob dein Kind schon alleine den Weg meistert, dann begleite es anfangs noch einen Großteil des Weges oder du fragst mal in der Nachbarschaft an, ob Kinder gemeinsam zur Schule fahren könnten.

Übrigens sind Kinder, die am morgen schon frische Luft getankt haben, viel fitter im Unterricht und haben – im wahrsten Sinne – einen wacheren Verstand und können sich besser konzentrieren. Außerdem entwickeln Kinder bessere Sprachfertigkeiten, wenn ihre Bewegungskoordination gut ist. Laut Studien reduzieren tägliche Bewegungsangebote zudem aggressive Impulse bei Kindern. Noch ein Plus: Kinder, die sich häufig bewegen, verunfallen weniger durch eine bessere Bewegungskoordination und gehen auch motivierter zur Schule.

Wenn schon Spielekonsole: wie wäre es mit ein paar Bewegungsspielen?

Dein Kind besitzt schon eine Spielekonsole? Dann schenke doch ruhig einmal ein Spiel, in dem die Bewegung im Vordergrund steht. Diese Art von Games gibt es in vielen Varianten. Mädchen lieben es vielleicht Choreographieren zu den neuesten Beats an der Konsole nach zu tanzen; Jungs suchen oftmals eher nach sportlichen Aktivitäten: hier ist vom Kegeln, über Fußball bis hin zum Tennis & Co. aber für jeden Geschmack etwas dabei. Kinder spielerisch in Bewegung zu bringen macht richtig viel Spaß und Lust auf mehr. Mit den richtigen Spielen kannst du die Bewegungsfreude deiner Kinder stärken und zugleich deren Koordination trainieren.

Probiere es es ruhig einmal gemeinsam mit der ganzen Familie aus, wieviel Spaß das machen kann. Musik auflegen und zum Tanzen animieren kann man übrigens auch ohne Spielekonsole – veranstalte doch vielleicht mal eine gemeinsame Tanzstunde und bringe deinen Kindern schon mal die ersten Tanzschritte des Cha-Cha-Cha oder Walzer bei.

Wichtig: Du solltest Regeln vereinbaren für die Zeit vor Computer, Spielkonsole, Smartphone oder Fernseher und alle sollten sich konsequent daran halten.

Mama und Papa als Vorbild: der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Kinder und Jugendliche schauen sich in erster Linie bei ihren Eltern ab, was gut für sie ist. Schritt für Schritt übernehmen Kinder dann die Verhaltensmuster in ihr eigenes Leben. Auch einen guten Umgang mit Medien und einen aktiven Lebensstil lernen sie zuerst in der Familie. Wenn also die Eltern in der Freizeit hauptsächlich vor dem Fernseher sitzen oder selbst rund um die Uhr mit dem Smartphone beschäftigt sind, dann schauen sich die Kleinen in der Familie das schnell ab. Außerdem werden Eltern wenig glaubhaft, wenn sie den Nachwuchs zu mehr Bewegung anhalten wollen, selbst aber mit der Couch fast schon verwachsen sind. Plane also am Nachmittag oder zumindest am Wochenende, gesunde Bewegung in die Familienzeit mit ein. Geht gemeinsam spazieren, erkundet einen nahe gelegenen Wald, besucht gemeinsam einen Klettergarten oder auch mal wieder das örtliche Schwimmbad.

Bewegung im Alltag: wieder mal die Treppe nehmen

Bewegung fängt schon im Kleinen an. So ist es richtig den Kindern zu zeigen, dass das Einkaufzentrum auch eine Treppe hat und nicht nur einen Lift oder die Rolltreppe. Steigt  gemeinsam mit den Kindern bewusst Treppenstufen und gönnt euch dafür zum Abschluss des Einkaufbummels ein gemeinsames Eis – jetzt habt ihr es euch verdient. Treppen findet man im Alltag übrigens viel öfter als gedacht – auch in die eigene Wohnung kann man ruhig öfters mal per Treppe gelangen; der bequeme Lift kommt erst wieder zum Einsatz, wenn man schwer zu schleppen hat.

Macht selber Sport und findet gemeinsam Spaß daran

Aktive Eltern haben auch aktive Kids – diese Faustregel ist wahr. Schwärmt ruhig davon, wie gut es euch tut, aktiv zu sein, und wie wohl ihr euch fühlt, wenn ihr euch bewegt habt. Sprecht auch im Beisein des Kindes davon, wie viel Spaß ihr an eurem Sport und an der Begegnung mit netten Menschen im Verein habt. Zeigt euren Kindern, welche Übungen ihr besonders gern mögt. Macht ruhig hin und wieder einen kleinen Wettbewerb in der Familie: wer kann am schnellsten laufen – wer ist am geschicktesten mit dem Ball oder wer kann auf dem Trampolin die höchsten Sprünge machen!

Gemeinsam aktiv sein, kann richtig viel Spaß machen: Geht deshalb mit kleinen Kinder öfters die Woche zum Spielplatz, begleitet das Kind ins Schwimmbad und zieht dort gemeinsam ein paar Bahnen, fahrt gemeinsam zur Skatebahn oder vielleicht liebt euer Kind ja auch euren Sport und begleitet euch deshalb gerne einmal zum Tennisplatz. Zusammen Rad fahren, joggen, wandern oder spazieren gehen macht Spaß und auch Sportgeräte wie Ball, Frisbee oder Roller machen einen Ausflug für Kinder attraktiver.

Tipps fürs Wochenende: Kennen Sie Geocaching?

Die GPS-Schnitzeljagd ist eine Art Schatzsuche, die richtig viel Spaß machen kann. Verstecke werden anhand geografischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mithilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Das kann richtig viel Spaß machen und die Bewegung an der frischen Luft wird dabei schon fast zur Nebensache, denn alle fiebern dem nächsten Hinweis der Schatzsuche entgegen.

Am Wochenende dürft ihr eure Kinder außerdem ruhig in die Hausarbeit mit einbeziehen – wer nämlich denkt, Hausarbeit sei kein Sport, der irrt. Besonders auf Touren bringen dabei: Staubsaugen, Gassi gehen und Auto waschen.

Sportvereine: geben Sie den richtigen Impuls

Lieblingssportarten der Kinder herausfinden ist manchmal gar nicht so leicht. Aber ihr könnt gemeinsam – auch auf Empfehlung von Freunden hin – Vereine suchen und dort in verschiedenen Sportarten Probestunden vereinbaren. Spaß beim neuen Sport ist dabei das Wichtigste. Unsportliche Kinder gibt es nämlich gar nicht, es gibt nur die falsche Sportart. Und bedenkt, was für das eine Kind in Ihrer Familie richtig ist, ist es noch lange nicht für das andere perfekt! Aber auch neben dem Sportverein könnt ihr eure Wohnung ein wenig sportlicher gestalten und zum Beispiel eine Reckstange im Türrahmen aufhängen, ein Trampolin aufstellen oder auch dem Alter entsprechende Kinderfahrzeuge anschaffen.

Outdoor-Spielsachen: schenken Sie Sport & Spiel

Outdoorspielzeug muss vor allem funktionell, sicher und stabil sein. Im Gegensatz zu herkömmlichen Spielwaren fürs Kinderzimmer ist das Outdoor Spielzeug aus speziellen Materialien gefertigt und wird dadurch wetterfest. Hochwertige Produkte bieten Spiel, gesunde Bewegung und Spaß und fördern – ganz nebenbei – auch noch spielerisch die Entwicklung von cleveren Kids. Lustige Kegel- und Ringwurfspiele sind zum Beispiel sehr beliebt, kosten nicht viel und können auch ganz hervorragend auf jeder Gartenparty gespielt werden. Für große Begeisterung sorgen auch Bälle, die beim gemeinsamen Spiel hervorragend das Sozialverhalten der Kids trainieren. Ob klassische Mannschaftsspiele mit Ball oder Wurfspiele frei nach Lust und Laune. Für kleine Fußball-Fans ist dabei ein cooles Kinder-Fußballtor im Garten ein ganz besonderes Highlight und auch ein Basketball Korb fördert den Drang, raus in den Garten zu gehen. Super ist natürlich auch – falls Platz vorhanden – ein Gartentrampolin. Hier können Kinder und übrigens auch Erwachsene, richtigen effektiven Sport treiben und sich gleich von zu Hause aus fit und gesund halten. Für den nächsten Sportunterricht werden hier schon einmal Purzelbaum, Flugrolle und Salto geübt. Ein Bodentrampolin im Garten sieht dabei übrigens besonders gepflegt aus und bietet der Familie Springspaß, ohne das Gartenparadies in der Optik zu stören.

Kinderfahrzeuge richtig wählen: dem Alter entsprechend mobil sein

Kinder brauchen Spiel und Bewegung. Gleichzeitig fördert Bewegung die Entwicklung der Kinder bezüglich Koordination und Motorik. Ein wichtiger Bewegungsanreiz für Kinder wird durch attraktive, altersgerechte Fahrzeuge geschaffen. Achtet bei der Auswahl von Kinderfahrzeugen deshalb immer auf die jeweils empfohlenen Altersangaben des Herstellers. Weitere Auswahlkriterien sind die Lenkerhöhe sowie die Sitzhöhe. Kinder sollten die Fahrzeuge nämlich immer bequem und sicher benutzen können; beide Beine sollten daher im Stehen bis zum Boden reichen und der Lenker mit beiden Armen bei aufrechtem Sitz erreichbar sein.

Ein Fahrzeug mit oder ohne Pedale (Rutschauto) ist für 1- bis 3-jährige Kinder am besten geeignet, um erste Fahr- und Lenkbewegungen sowie verschiedene Fortbewegungsarten zu erlernen. Zur Schulung des Gleichgewichts mit ca. 2 – 4 Jahren ist ein Roller oder ein Laufrad ideal. Auf Stützräder kann getrost verzichtet werden – dann lieber gleich ein Fahrzeug mit mehr als 2 Rädern anbieten. Ein Gokart ist deshalb ideal, um Kindern den richtigen Fahrspaß, kombiniert mit viel Sicherheit, zu vermitteln.

Ab 5 Jahren können dann auch Fahrzeuge mit höheren Ansprüchen an Koordination und Motorik ausgewählt werden, um dem Bewegungsdrang der Kinder nachzukommen. Hier kommen auch Gokarts in Spiel, die verschiedene Antriebsarten (zum Beispiel eine Gangschaltung) besitzen. Und auch das erste eigene Fahrrad kann bei Kindern in diesem Alter bereits ein sehr schönes Geschenk sein und kommt gleich zum Einsatz bei der nächsten gemeinsamen Familien-Radtour.

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