Unsere liebe Elternexpertin Kirsten Jessen kümmert sich neben Ihrem Lehrberuf um gestresste Eltern, die sich z.B einen leichteren Alltag mit Schulkindern wünschen. Dafür ist sie ausgebildet und bringt jede Menge Erfahrungen mit.

Für uns hat Sie sich heute dem Thema Stress-Vermeidung gewidmet.

Stress lass nach!

„Ich bin ja total gestresst!“ Hast du diesen Satz heute schon gesagt? Oder hast du ihn heute schon einmal gehört? Vielleicht sogar mehrfach? Dein Kind will seine Mütze nicht aufsetzen, dein Gatte will heute Abend nicht schon wieder Kürbissuppe essen, du stehst im Stau, kommst fast zu spät zur Arbeit und wirst dort zur Begrüßung angepflaumt – und das alles vor acht morgens. Stress pur.

Aber hier kommt die gute Nachricht: Stress gibt es eigentlich gar nicht. Ehrlich. Stress beruht auf unserem persönlichem Empfinden und unserer Interpretation von Situationen. Was wir als Stress empfinden, lässt unsere Freundin vielleicht völlig kalt. Oder es motiviert sie sogar freudig aktiv zu werden.

Bevor du mir jetzt an die Gurgel springst, lies bitte weiter. Stress ist eigentlich nur ein neutraler hormonell gesteuerter Auslöser in unserem Körper, dass wir aktiv werden etwas zu tun. Stress kann Hunger sein. Unser Körper sagt: „Du brauchst jetzt Nahrung.“ Wenn wir nichts essen, wird der Auslöser stärker, bis wir ihn als negativ empfinden. Irgendwann haben wir (oder unsere Kinder) richtig schlechte Laune, weil der „Stress“ zu groß wird.

Aber da Essen bei „Stress“ keine dauerhaft sinnvolle Lösung ist, möchte ich dich nun über die wichtigsten Auslöser von Stress informieren:

  • Unerfüllte Erwartungen: Du holst dein Kind vom Kindergarten ab und möchtest noch mit der Erzieherin über ein dir wichtiges Thema sprechen. Sie hat aber gerade überhaupt keine Zeit und vertröstet dich auf morgen. Enttäuschend.
  • Überlastung: Die To-Do-Liste erscheint endlos: Eine gute Mutter sein, eine zuverlässige Partnerin sein, erfolgreich im Beruf sein, alle Termine pünktlich einhalten, eine top Figur haben, immer schick gestylt sein – und dann auch gute Laune haben. Das sind auch für eine Heldin des Alltags zu viele Anforderungen. Wir alle benötigen mehr Energie und Erholungsphasen, um all dieses zu leisten.
  • Überforderung: Dein Kind ist krank, dein Partner hat Jobsorgen, dein Chef gibt dir ein Projekt, das für dich momentan zu anspruchsvoll und kurzfristig vorkommt. Hilfe! Hier sind die Aufgaben zu schwierig, um sie alle zu lösen.
  • Aber was tun, wenn wir das Gefühl haben, dass wir am Rande des Wahnsinns stehen?Ich mache dir hier einen Vorschlag, wie du dich kurzfristig beruhigen und stärken kannst. Mehr Tipps werden in den kommen Wochen folgen.

    Gehe aus der Situation heraus und suche dir einen Ort, wo du für ein paar Minuten Ruhe finden kannst. Vor der Haustür, im Badezimmer, im Konferenzraum – du entscheidest. Atme tief durch und denke an eine Situation, in der du total glücklich und locker warst. Das war vielleicht im Urlaub oder irgendwann in deiner Kindheit. Stelle dir nun diese schöne Situation detailliert mit allen Sinnen vor. Was siehst du? Was hörst du? (vielleicht Meeresrauschen oder Lachen?) Was fühlst du? (vielleicht Wärme, Sonne etc.) Vielleicht riechst und schmeckst du auch etwas? (Vielleicht Kuchen, Meeresluft etc.) Wenn du diese Situation als angenehm erlebst, zwicke dich bitte sanft auf deinen Handrücken. Damit hast du diesen schönen Zustand verankert. Bitte mache diese Übung für eine Woche täglich, denn dann kannst du das angenehme Gefühl mit dem Zwicken auf dem Handrücken abrufen. Wenn der Wahnsinn des Alltags dich wieder einmal herausfordert, kannst du dann mit diesem sanften Zwicken ein Wohlgefühl abrufen, das dich beruhigt.

    Probiere es einmal aus und gib mir gerne konstruktives Feedback dazu.

    Liebe Mutter, nun bitte ich dich um deinen hilfreichen Kommentar: Was ist dein Rezept für den Umgang mit Stress (Enttäuschung, Überlastung, Überforderung)? Ich freue mich über einen regen Austausch von Tipps. Besucht mich mal auf meiner Facebooseite: https://www.facebook.com/Elterncoach-Kirsten-Jessen-784221594935865/

1 Kommentar

  1. Hallo liebe Leserinnen, habt Ihr meinen Tipp einmal ausprobiert? Könnt Ihr Euch nun besser aus einer stressigen Situation herausiehen? Ich freue mich über euer Feedback!

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