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Ich bin Bens Mama, 31 Jahre alt und Mama eines dreijährigen Sohnes und Lehrerin an einer Grundschule in Niedersachsen.

Viele Kinder schreien herum, freuen sich, lachen, unterhalten sich über vieles was sie erlebt haben. Es wird gegiggelt, gelebt und geschubst.
Geschubst? Kinder in der Grundschule verstehen sich nicht immer, sie geraten häufig in Streits, Diskussionen und sogar Schlägereien.

Es beginnt schon in der ersten Klasse, sie haben keinen Klassenzusammenhalt, kennen sich nicht und geraten (ganz normal) aneinander. Je nachdem wie man damit als Erwachsener und auch als involviertes Kind umgeht, kann man in der Zukunft damit besser umgehen.

Kinder sind unterschiedlich und gehen auch unterschiedlich mit Konfliktsituationen um, doch viele Kinder müssen erst lernen Konflikte gewaltfrei zu lösen. Es liegt ihnen nicht im Blut und manchmal/oft kennen sie es auch nicht vom Elternhaus.

Es gibt diese ruhigen Schüler/innen die allem aus dem Weg gehen und Kinder die nur auf Krawall aus sind. Manche Kinder gehören wie selbstverständlich zu jeder Gruppe dazu und sollen möglichst oft und vielen Schüler/innen als Spielkameraden dienen. Sie haben sehr häufig nachmittags Spielverabredungen und können sich ihre Freunde aussuchen. Andere ecken oft an und werden gern mal außen vorgelassen. Sie kämpfen um wirklich gute Freunde und spielen oft allein, oder stoßen bei anderen Gruppen dazu. Solange sie sich in die Klassen- und Schulgemeinschaft integrieren ist dies noch nicht schlimm, doch Kinder können eklig, widerlich und scheiße sein. Ja, genau.

Manche Kinder hacken so lange auf Anderen rum, das diese nicht mehr gern in die Schule kommen, Bauchweh haben, oder lügen um nicht in die schlimme Schule zu müssen. Einige Täter suchen mit ihren Freunden andere Schüler/innen auf Toilette und in den Pausen auf, um sie fertig zu machen. Ob seelisch oder körperlich ist hierbei völlig egal, denn beides tut verdammt weh und ist Gewalt. Mobbing in der Schule ist leider immer wieder ein Thema und man sollte niemals wegschauen.

Sowohl als Mama eines betroffenen Kindes, als auch als „Mobbingmama“ sollte man sofort mit dem Kind und der Schule kommunizieren. Der erste Weg führt zum Klassenlehrer, falls dies aus verschiedenen Gründen keine Früchte trägt, sollte man einen Termin mit der Schulleitung oder der Schulsozialarbeiterin ausmachen. Es gilt hier schlimmeres zu vermeiden. Sobald sie merken, dass ihr Kind schlecht über ein anderes Kind redet, haben sie die Möglichkeit zu interagieren.

Kinder gehören aufgefangen. Ich rede von Tätern und Opfern gleichermaßen, denn Kinder wollen nicht hinterlistig sein und sich gegenseitig eigentlich nicht wirklich fertigmachen.

Sie wollen sich selbst gut darstellen, sie wollen gesehen werden, auffallen (positiv). Das kann man indem man selbst etwas Gutes tut oder andere schlechtredet, so dass man besser dasteht. Das Zweite ist meist einfacher und wird von einigen Kindern, gerade die in anderen Bereichen nicht glänzen (können) häufig ausgeübt.

 

Aufgabe einer Schule ist es, Mobbing zu bestrafen und Mobbingopfer zu beschützen. Kinder müssen stark gemacht werden, für die Welt da draußen und abgeholt werden wo sie sind. Sie brauchen Regeln und Rituale und Mobbing darf niemals zugelassen werden und keiner (auch nicht die lieben Kollegen und Eltern!!) sollten davor ihre Augen schließen.

Kinder sollen für soziale Interaktionen die Augen öffnen und Emphatie (lt. Duden: „Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen“) wahrnehmen. Dafür kann man ihnen schon ab zwei/drei Jahren erklären, dass es wehtut, wenn man haut oder man bestimmte Regeln einzuhalten hat.

Das Ganze kann und sollte im Kindergartenalter spielerisch erfolgen, aber auch älteren Kindern sollten im Elternhaus gesellschaftliche Normen nähergebracht werden.

Wie kann ich anderen helfen? Warum ist es schön, anderen zu helfen?
Es tut weh, wenn ich haue/trete/kneife etc. oder etwas Verletztendes sage.
Ich lasse andere aussprechen, da ich selbst möchte, dass man mir zuhört.

Das ganze lässt sich unendlich ausweiten und umfasst noch so viel mehr als die Interaktionen und Kommunikation im Elternhaus. Auch der Kindergarten sollte beim Thema Mobbing sensibilisiert werden und mit ins Boot geholt werden.

Wir in unserer Schule arbeiten mit dem „Stopp-Projekt“, welches besagt, dass Kinder „Stopp“ sagen, wenn sie etwas nicht möchten. Außerdem gibt es bestimmte Abläufe beim Thema Mobbing, wie Gespräche mit Täter/n und Opfer/n, sowie mit den Eltern.

Sobald sich negatives Verhalten steigert oder vermehrt auftritt, wird das Kind (Täter) für eine bestimmte Zeit des Unterrichts/Ganzstags etc. verwiesen. Als letzte Maßnahme wird eine Klassenkonferenz für den mobbenden Schüler einberufen. Im Schuljahr 2017/2018 hatten wir zwei Klassenkonferenzen wegen mobbenden Viertklässlern, hoffen jedoch, dass es keine mehr gibt. Auch neu gibt es „Streitschlichter“ , die extra geschult werden und einen großen Betreuungsschlüssel (drei Lehrkräfte in der Pause) um mit Schüler/innen interagieren zu können.

Wir alle (Lehrer, Schüler, Eltern, Erzieher, pädagogische Mitarbeiter) können, wenn wir endlich mal zusammenarbeiten, weniger über andere herziehen und mehr an UNS arbeiten, dafür sorgen, dass die Welt ein wenig besser wird.

PS: Liebe Mamas, auch wir als Vorbilder sollten weniger mobben…

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