Ein amüsanter Gastbeitrag von Maria aus Koblenz

Kleines Intro zu meinem Gastbeitrag: Ich weiß, dass es nicht gerne gesehen wird, wenn man Kinder in Schubladen steckt. Von wegen Klischees und so. Ihr müsst wissen, dass ich Mutter von vier Söhnen bin. Im Laufe der Jahre haben sich die Dinge nun so oft wiederholt, dass ich jetzt einfach doch mal nieder schreibe, was IMMER wieder vorkommt, wenn man einen reinen Männer-Haushalt hat.

Söhne (und auch Töchter) kommen leider nicht mit einer Bedienungsanleitung auf diese Welt. Aber selbst wenn sie es täten, gäbe es kein Handbuch, das umfassend genug wäre, um uns auf all die dämlichen Verhaltensweisen, denen man im Laufe der Jahre begegnet, vorzubereiten. Und gerade wenn du denkst, dass du vielleicht den Dreh raus hast, werden sie plötzlich und unerwartet zu Teenagern, die eine ganz neue Ära von „Dingen“ einleiten, die dich mitunter zur Verzweiflung bringen.

Es gibt eine ganze Reihe von Verhaltensweisen bei Jungs, die ich nie verstehen werde:

1. Ihre seltsame Abneigung gegen Bürsten 
Ob es sich nun eine Haarbürste oder eine Zahnbürste handelt: Ich wünsche euch viel Glück dabei, eure Jungs ohne Aufforderung dazu zu kriegen, diese auch regelmässig zu benutzen.

2. Und gegen Scheren. 
Nagelknipser, Haarschneider …. Ihre Mähnen und sämtliche Nägel können zu unfassbar, kratzigen, schmutzig aussehenden Ungetümen heranwachsen, aber wenn du versuchen solltest, etwas davon zu kürzen, dann tun sie so, als würdest du versuchen, ihnen ihre „Kronjuwelen“ abzuschneiden.

3. Ihren Geruch.
Sie sehen zwar (zu diesem Zeitpunkt) noch nicht wie haarige Männerbiester aus, und doch fangen sie an, wie das benutzte Heu im Streichelzoo zu riechen. Diese Tatsache wird noch verwirrender durch….

4. Ihre Missachtung der persönlichen Hygiene.
Auch wenn sie wie das Kind einer Zwiebel und eines schimmeligen Parmesankeils riechen, scheinen sie es weder zu bemerken noch scheint sie es zu kümmern. Sie sind glücklich, in ihrem eigenen Schmutz dahin vegetieren zu können, bis sie buchstäblich zum baden gezwungen werden, und selbst dann denken sie, dass Shampoo und Seife kein Muss sind.

5. Ihre Faszination, anderen Menschen beim Spielen zuzusehen.
Ich sagte einem meiner Söhne neulich: „Du hast genug FIFA für heute gespielt“, und er fragte mich allen Ernstes, ob er sich dann stattdessen Videos auf YouTube anschauen dürfte. Wenn ich ihm das erlaube, dann schaut er sich Videos von anderen Leuten an, die FIFA spielen. WTF!!!

6. Ihr mangelndes Interesse 
Der Himmel weiß warum eine Schülerzeitung oder ein Wissenschaftsprojekt NIEMALS spannend genug ist, damit sie wenigstens kurzweilig mal damit aufhören, ihre Geschwister zu ärgern.

7. Ihr ambivalentes Verhalten. 
Manchmal werfen sich meine Jungs in meine Arme und sie umarmen mich ganz fest und erinnern mich so an die Zeit, als ich noch das Zentrum ihres Universums war. Aber genauso schnell rollen sie ihre Augen dann so stark, dass man befürchtet, dass sie tatsächlich im Kopf stecken bleiben könnten. Es wechselt in Sekundenschnelle.

8. Ihre ewig hungernden Mägen.
Das gleiche Kind, das einst tagelang von Sauerstoff und Salzstanden lebte, saugt plötzlich mit rasender Geschwindigkeit den Inhalt des Kühlschranks und der Speisekammer leer. Sie fragen direkt nach dem Essen nach weiteren Nahrungsmitteln, obwohl sie eigentlich nie wirklich mit dem Essen aufgehört haben. Alle vier Jungs. Immer. Jeden Tag. Dann werden sie sich bitterlich beschweren, dass es ja „nichts zu essen“ gibt, bis du ihnen sagst: „WEIL IHR ALLES AUFGEGESSEN HABT!“

9. Ihren fragwürdigen Geschmack. 
Das Abendessen wurde stundenlang zubereitet, allerdings rümpfen die Herren die Nase und lehnen ab. Das abgestandene Müsli, das seit einer Woche im Zimmer trocknet, wird jedoch genossen, als wäre es Ambrosia von den Göttern.

10. Ihr selektives Erinnerungsvermögen. 
Sie werden „vergessen“, ihre nassen Handtücher aufzuhängen, ihre Hausaufgaben zu machen, den Hund zu füttern und ihr Referat abzugeben, aber sie scheinen kein Problem damit zu haben, sich an komplizierte Videospiel-Sequenzen und W-Lan Passwörter zu erinnern. Tja und wenn du ihnen vor neun Monaten etwas „versprochen“ hast, dann wissen sie das auf mit Sicherheit auch noch.

11. Ihre Unfähigkeit, Unordnung zu beseitigen. 
Bonbon-Papier auf dem Boden, Popel an der Wand, Geschirr auf dem Bett, Socken, die aufstehen und alleine rausgehen könnten – das sind Bedingungen, die die meisten Menschen zum Schaudern bringen würden. Bei meinen Jungs ist das ganz anders. Das Zimmer eines typischen Teenager Jungen beherbergt mehr Bakterienproben als ein Labor voller Petrischalen, und das ist ihnen scheißegal…“Geh doch drum rum, Mama!“

12. Ihre Unfähigkeit, die Toilette zu treffen. 
Oh, du dachtest, diese fiesen Pinkelränder wären auf ihre relative Unerfahrenheit beim Zielen zurückzuführen? Vielleicht waren sie einfach zu jung, und wenn sie älter werden, dann bekommen sie es unter Kontrolle? Hehe. Is klar.

Ja, Mädels, Teenager Jungs können durchaus mysteriöse (und übelriechende) Kreaturen sein, aber trotz allem hat diese Zeit ihre Vorteile. Wir müssen keine Hintern mehr abwischen, kein Essen in kleine Stücke mehr schneiden und das Bett gehört auch wieder den Eltern. Naja und bald schon werden Liebeskummer und Beziehungsdramen hier einziehen, insofern freue ich mich noch über diese kleinen Lappalien.

Ich hab mir immer zusätzlich ein Mädchen gewünscht aber es sollte nicht sein. Was sagen denn die Mädchen Mamas zu den Teenager Jahren? Würde mich mal interessieren…..

2 Kommentare

  1. Ich habe herzlichst gelacht und meine Jungs in deinem Artikel wieder erkannt ich selbst auch jungen Mama von 3en wovon ich 2 pupatiere habe! Da fragt man sich doch insgeheim , wann ist der Zeitpunkt vorbei liebe Grüße aus dem Westerwald 🙂

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