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Von Vivien aus Wolfsburg

Während ich die Strampler erneut aus den Kisten krame und Beißringe für mein nächstes Baby organisiere, denke ich an die Zeit zurück, als ich das erste Mal Mutter wurde. Uh, das sind peinliche Rückblenden. Angesichts dessen, was ich jetzt über Babys und Kinder weiß, kann ich nicht glauben, dass ich beim ersten Mal so viele Fehler gemacht habe. Ich bin mir sicher, dass ich diesmal neue Wege gehen werde, einfach eil ich mittlerweile erfahrener bin, aber hier sind ein paar No-Gos, auf die ich definitiv diesmal verzichten werde.

1. Weinen, wenn das Baby weint – Bei meinem Erstgeborene hat mich die Kombination aus Hormonen und schierer Panik ständig zum weinen gebracht. Aus Mitgeühl habe ich mit meinem Baby mit-geheult. Ihr herzzerreißendes Weinen löste diese schreckliche Kettenreaktion aus, und so schluchzten wir beide – ein Zustand, der sie natürlich nicht beruhigte und ihr wahrscheinlich das Gefühl gab, das Mama keine Ahnung hatte, was sie da eigentlich tat. Dieses Mal verspreche ich mir selbst, mich an mein Mantra zu erinnern: „Babys weinen.“

2. Den Schnuller verteufeln– Als mein Kind ihren ersten Schnuller ausspuckte, nahm ich an, dass Schnuller einfach nichts für sie wären. Ich applaudierte mir selbst still, weil nun jahrelanger Schnullerentzug und Zahnproblemen, wie ich es bei Freunden erlebt hatte, der Vergangenheit angehörten. Meine Belohnung? Ein Baby, das sich nur dann beruhigen konnte, indem es an meiner Brustwarze saugte. Bis es blutete. Dieses Mal wird mein Baby einen Schnuller bekommen.

3. Eine Glucke sein – Ich hatte Probleme, mein Neugeborenes in andere Hände zu geben. Nachdem ich sie neun Monate lang in meinem Körper getragen hatte, fühlte es sich seltsam an, sie einfach jemand anderem zu geben. Dadurch konnte ich mich allerdings kaum ausruhen und gleichzeitig verärgerte ich wahrscheinlich Freunde und Familie. Jetzt weiß ich, dass es ein Dorf braucht, und Mami behält einen besonderen Status bei Baby, egal wer sie auf dem Arm hat. Ich bin bereit, meine Liebe ein kleines Bißchen aufzuteilen.

4. Anzunehmen, dass ich alles falsch mache – Als frischgebackene Mama war ich definitiv sehr hart zu mir selbst. Ich konnte nicht verstehen, warum mein Baby im Auto schrie, keine Routinen annahm und nur in der Federwiege oder auf meinem Arm schlief. Jetzt weiß ich, dass die meisten Mütter das gleiche verrückte Zeug durchmachen, und die Kinder gedeihen trotzdem alle sehr gut. Ich werde tief ein und ausatmen und mich einfach etwas entspannen.

5. Keine Hilfe annehmen – Vor der Geburt boten meine Eltern großzügig an, für zwei Wochen bei uns einzuziehen, um meine Genesung nach der Geburt zu erleichtern. Ich habe abgelehnt. Wie ein Kleinkind wollte ich alles selbst machen! Die Märtyrertat habe ich schnell bereut, als mein Baby nämlich die nächsten sieben Monate nicht geschlafen hat. Diesmal nehme ich jede Hilfe an, die ich kriegen kann.

6. Zuviel Vertrauen in sog. „Experten-Meinungen“ – Mann, das Geld, das ich für Bücher über Babyschlaf, Babyverhalten und Babyernährung verschwendet habe, tut mir immer noch im Herzen weh. Keines von ihnen hat so viel geholfen, wie mit Mama Freundinnen zu plaudern, oder mir selbst zu vertrauen. Es gibt einen Grund, warum es „Mutterinstinkt“ heißt – wir alle haben ihn, also können wir ihn auch wirklich mal benutzen!

7. Wegen jedem Meilenstein durchdrehen – Meine Tochter war das letzte Baby ihrer Krabbelgruppe, das sich von selbst drehen konnte. Drei Jahre später ist aus ihr eine ungewöhnlich koordinierte Turnerin und Tänzerin geworden, ein Wirbelwind, den ich bei einem Wettlauf kaum einholen kann. Mit dem Wissen, welches ich jetzt habe, weiß ich, das es dumm war, so viel Energie in die Sorge zu verschwenden, wann sie sich drehen, krabbeln, laufen und so weiter wird können. Alles zu seiner Zeit, meine Schöne. Alles zu seiner Zeit.

8. Jeden Moment besonders machen zu wollen – Ich glaubte wirklich, dass, wenn ich nicht jede Sekunde mit meinem Baby toll finden und feiern würde, die Momente für immer verschwinden und ich es bereuen würde! Das ist zu viel Druck für jede Mutter. Es ist in Ordnung, nicht alle Windelausbrüche und jede knochentiefe Erschöpfung  genießen zu müssen. Es ist okay, sich auch mal zu beschweren. Ich bin allerdings froh, dass ich eine Zillion Bilder gemacht habe; das ist ein Anfängerverhalten, das definitiv kein Fehler war.

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