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Es ist wirklich verwirrend aber ich bin neulich in einem TV Beitrag darauf aufmerksam geworden, wie es um unser deutsches Trinkwasser steht, nämlich: Außerordentlich gut! Wir haben das Glück, in einem Land zu leben, in dem wir sogar für unsere Wäsche das beste Wasser benutzen dürfen. Das Land versorgt uns mit absolut sauberem Trinkwasser.

Diese Verantwortung hört allerdings leider in dem Moment auf, wo die Verantwortung des Eigentümers anfängt: Da, wo die Rohre in unsere hauseigenen Leitungen anfangen. Ab DANN muss der Hauseigentümer sich kümmern und wir Ihm auch vertrauen.

Ich wohne in einem Neubau, meine Kollegin in einem Altbau, beide mitten in Hamburg.

Nach ein bisschen Recherche im Netz wurde mir latent übel, nicht das Wasser ist das Problem, vielmehr die Ausstattung des Hauses in Sachen Zuleitungen, Rohren, Abwassersystemen.

Denn egal ob Neubau oder Altbau: Vor Schwermetallen, die sich in Kupferrohre (vornehmlich Neubauten) oder Bleirohre ablagern ist niemand geschützt. Auch in neuen Wasserarmaturen werden die Bleiwerte des Öfteren so weit überschritten, dass mir schlecht wird. Damit nicht genug, durch die Landwirtschaft gelangen gefährliche Nitrate und Sulfate in unser Abwassersystem und können zum Teil tödliche Folgen haben.

Was tun? Der Vermieter ist im Regelfall nur zu einer Überprüfung der Trinkwasseranlage auf Legionellen-Bakterien (anderes Thema) verpflichtet und das auch nur alle drei Jahre! Kontrolliert wird es auch nicht..ob er es also überhaupt macht? Keine Ahnung. Im übrigen heißt es im Gesetz: „Das abgegebene Wasser muss Trinkwasserqualität entsprechen“. Witzig. Und woher weiß er das, wenn er denn keinen Wassertest machen muss? Hier sind wir dann auf uns alleine gestellt.

Meine Tochter ist zwei Jahre alt und trinkt unser Leitungswasser, Ich koche damit und wir duschen damit…Ich wurde sehr unsicher, denn: ABKOCHEN hilft nicht! Zwar werden Bakterien durch das Kochen abgetötet ABER Schwermetalle verlassen durch diesen Prozess leider das Wasser nicht.
WASSERFILTER? Diese Variante ist hinreichend unzuverlässig, denn Wasserfilter für den Hausgebrauch haben einen großen Nachteil: Sie bilden in den Wassertanks, in denen das Wasser aufbewahrt wird, eine bakterielle Keimdichte, die ungefähr so schlimm ist, wie ein alter Lappen, der zu lange liegt.

 

BABYWASSER/MINERALWASSER aus dem Supermarkt? Erstens ist es mega teuer und zweitens ist der Begriff nicht geschützt. Nahezu jeder Anbieter hat andere Inhaltsstoffe…80% von denen kennt man namentlich auch nicht..Das Geld spare ich mir also.

Meine Lösung: Im Internet wurde ich fündig: Ich folgte dem Rat der bekannten Kinderkrankenschwester Lucia Cremer, Betreiberin von „babytipps24“ und machte mich auf die Suche nach einem Trinkwassertest.

Die Firma IVARIO aus Hamburg bietet u.a einen qualifizierten bzw. speziellen Wassertest für BABYS UND KINDER an. Mit diesem Test kann man sein Leitungswasser günstig testen lassen. Und das ganz einfach: Mit der mitgelieferten Box und leicht verständlichen Anweisungen kann ich mein Leistungswasser Zuhause auf sieben wichtige Parameter in Sachen Baby/Kinderverträglichkeit testen lassen:

1. Blei (Entwicklungsstörungen, Konzentrationsprobleme)
2. Kupfer (Kupfervergiftung)
3. Nickel (Allergien, Lungenkrebs)
4. Nitrit (Kann Blausucht auslösen)
5. Nitrat (Ebenfalls Blausucht)
6. Natrium (Bluthochdruck; Herz-Kreislauf-Probleme)
7. Sulfat (Durchfall, Erbrechen)

Die eingeschickte Probe wird im akkreditierten Trinkwasserlabor (in Deutschland!) untersucht und man hat Klarheit.

Auszug-Testergebnis

 

Wenn die Grenzwerte überschritten werden, drohen langfristig ernsthafte Erkrankungen.

Die hiesigen Wasserwerke versorgen uns mit jeweils Tests zu einem der Parameter. Für ungefähr 21 Euro kann ich eine Sache testen lassen. Dann bin ich bei 7 Werten bei 140 Euro. ZU TEUER!

Ivario bietet diesen speziellen Baby-Trinkwassertest INKL: persönlicher Testauswertung an. Das finde ich äußerst fair und es beruhigt mich als Mutter ungemein.
Das Testergebnis ist nach ca. 7 Tagen da und dann kann ich bedenkenlos einschenken oder mich gezielt an den Vermieter/Eigentümer wenden. Hier steht Ivario ebenfalls mit Rat & Tat zur Seite. Klasse, wie ich finde.

Auf den Fotos seht Ihr die Box, die zu Euch nach Hause kommt, um Euer Wasser zu testen.

Im Prinzip ist es kinderleicht, es müssen aber ein paar Dinge vorab geleistet werden.

WICHTIG:
1. Im gesamten Haus darf 4 Std lang VOR der Wasserentnahme , kein Wasseranschluß verwendet werden (Wasserhahn, Dusche, Toilette, etc)
Daher am Besten direkt nach dem Aufstehen Wasser entnehmen!

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2. Das Wasser DIREKT und ohne es vorlaufen zu lassen in die Behälter füllen!

3. Nur KALTES Wasser verwenden!

Dann:

1. Deckel abschrauben von BEIDEN Behältern
2. Beide behälter VOLLSTÄNDIG befüllen!

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3. Mitgeliefertes ETIKETT 1 (Lieferschein) auf beliebiges Gefäß kleben

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4. Beide Gefäße ab in den mitgelieferten Karton stecken

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5. ETTIKETT 2 (Lieferschein) auf Rücksendekarton kleben

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6. Ab zur POST
Hier geht es lang: http://www.wassertest-online.de/wassertest.php

Mein Fazit: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ihr Lieben, lasst euer Wasser testen und spart nicht an der „falschen Stelle“. Wenn ihr allerdings ein gutes Ergebnis eures Wassertests habt, könnt ihr sogar das gekaufte Mineralwasser für euch selbst sparen und das Leitungswasser bedenkenlos trinken ;-).

8 Kommentare

  1. Super. Nun kann ich das Leitungswasser günstig testen lassen. Wenn ich es richtig verstanden habe und alles in Ordnung ist, heißt es dann bald: Nie wieder Kisten schleppen 🙂 Ich hoffe dann einfach mal, dass unser Wasser für Babynahrung geeignet ist. Der Bericht von euch ist wirklich spitze und die beiden Zwergis sind superknuffig.

    Liebe Grüße
    Sabine

  2. Wahnsinn. Thx für diesen Beitrag. Ich dachte immer unser Wasser in Deutschland sei super. Das Thema sollte definitiv mehr Aufmerksamkeit erlangen, sodass man spätestens bei der Geburt Bescheid bekommt.

  3. Ich habe die Kombi Wasseranalyse bestellt. Da werden auch noch Bakterien mitgeprüft. Der Gutschein konnte auch eingelöst werden 😉
    Lieben Dank an die Redation und sonnige Grüße
    Maja

  4. Heikles Thema, denn in den meisten städtischen Wasserwerken wird nicht auf pharmazeutische Rückstände (z.B. vom Menschen ausgeschiedene Medikamente) getestet…da kann die Wasseranalyse noch so toll aussehen.
    In der Hinsicht sind die Mineralwässer sicherlich besser, da die nicht aus Abwasser gewonnen werden.

  5. […] Unser Leitungswasser in Deutschland ist eigentlich gut trinkbar und sauber. Doch wie sieht das ganze aus wenn das Wasser durch die Leitungen, Zuleitungen und Rohre fließt? Lagern sich eventuell Stoffe von Schwermetallen, Kupferrohren oder Bleirohren ab? Ist es dann immer noch unbedenklich und genießbar? Und wie sieht es mit den gefährlichen Nitraten und Sulfaten aus die durch die Landwirtschaft in unser Abwassersystem gelangen können? Das Team von Müttermagazin hat den großen Wassertest gemacht – klick. […]

  6. Hallo,
    danke für den schönen Artikel. Ich persönlich finde es super, dass es Möglichkeiten gibt das Leitungswasser zu testen. Gerade auch wenn Babys im Haushalt leben um auf der sicheren Seite zu stehen.

    MfG
    Lennard

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