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Ein Gastbeitrag von Silke aus Essen

Vor neun Jahren wurde ich das erste Mal Mama. Vor neun Jahren habe ich mir noch total viele Sorgen gemacht, die eigentlich völlig unnötig waren: „Wie verhält mein Kind sich in der Öffentlichkeit?“ „Ist er gut angezogen?“ „Oh Gott, wie sehe ICH eigentlich aus?“ In der Zeit vor meine Kindern habe ich anders über Eltern gedacht und sie tatsächlich auch verurteilt. „Also SOWAS passiert mir als Mutter garantiert nicht!“

Offensichtlich war ich in der THEORIE eine bessere Mama als in der PRAXIS.

Mittlerweile weiß ich ganz genau, was wichtig ist und was man getrost als unwichtig einstufen kann. Der Alltag mit Kindern ist verdammt stressig und ich suche mir mittlerweile die Kämpfe selber aus. Um ehrlich zu sein: Ich bin es so leid mit meinen Kindern über Dinge zu streiten, die total unwichtig sind. Ich schere mich einen feuchten Kehricht um manche Dinger, weil es mir einfach zu blöd ist!

Was das ist? Nun…..

1. Es gibt nicht zu 100 % Bio Lebensmittel 
Meine Kinder hassen gesundes Essen und sie lieben Pommes und Spaghetti. Im Supermarkt muss ich mich dann immer selbst belügen, weil ich mir einreden muss, dass Tomatensoße an sich ja gar nicht schlecht ist.

Aber dann machte ich den neulich den Fehler und las mir die Nährwertangaben auf der fertigen Tomatensoße durch. Huiiii, viel Zucker und Zusatzstoffe. Das soll nicht heißen, dass es immer nur Tomatensoße gibt und JA, ich mache diese auch manchmal selber….aber ich hab es aufgeben ständig darüber zu streiten, dass mein Essen nicht schmeckt. Ich koche also gesund mit Ausnahmen, damit die Kinder überhaupt etwas essen.

Ende im Gelände.

2. Dreckige Kindergesichter 2.0 
Ich war früher wie besessen von den Gesichtern meiner Kinder. Irgendwann stellte ich fest, dass ich unfassbare Mengen an Feuchttüchern pro Tag verschwendete, um die Nasen meiner Kinder zu reinigen. ich kam schlichtweg nicht mehr hinterher. Ich folge meinen Kindern also irgendwann nicht mehr mit einem Feuchttuch. Abends vor dem Essen wischte ich ihnen einmal über das ganze Gesicht und fertig.

3. Trotzanfälle in der Öffentlichkeit 
Früher haben mich die Mütter immer gestört, die ihre Kinder im Laden lauthals rumschreien lassen haben. Mittlerweile gehöre ich selber dazu. Den Kindern beizubringen, wie man sich richtig in der Öffentlichkeit verhält ist ein langer Prozess.

Immer dann, wenn ich Grenzen gesetzt habe, kam es zu totalen Tobsuchtsanfällen bei den Jungs und es ist mir total egal, was andere Leute dann denken. Ich muss konsequent bleiben und kann nicht aus Angst vor Verurteilung doch klein beigeben und dem Jüngsten eine Schrott-Zeitschrift kaufen, obwohl er erst einen Tag zuvor eine bekommen hat. Das geht so nicht.

4. Pyjama im Kindergarten 
Gott, wie habe ich damals gekämpft, damit Louis seinen Schlafanzug auszieht und in normalen Klamotten in den Kinderwagen geht. DRAMA! Beim zweiten Kind habe ich einfach drauf verzichtet und ihn direkt so wie er war in den Kindergarten gebracht. das war definitiv die beste Lösung, denn es war ihm im Nachhinein peinlich das er der einzige ohne richtige Klamotten war. Tja!

5. Unordnung 
Früher haben mich all die Legosteine und all das Spielzeug auf den Böden total aus der Ruhe gebracht. Ich war permanent am aufräumen. Das hat mich wiederum auch total genervt. Mittlerweile genieße ich unsere gemeinsame Zeit und wir alle räumen nur noch einmal die Woche auf und genießen fünf Minuten lang unsere schöne Wohnung.

6. Hobbys 
Mein früheres Ich war der Meinung, dass man Kinder zusätzlich fördern muss. Klavierunterricht, Kinderturnen und und und…….Mittlerweile weiß ich, dass die Kinder dabei nicht ganz unwichtig sind. Meine Kinder dürfen Hobbys haben und wenn ihnen etwas viel Spaß macht, dann dürfen sie auch gerne in einen Verein aber ich werde nicht von mir aus Erwartungen stellen, auf die die Kids gar keinen Bock haben.

7. Bildschirmzeiten 
Mein früheres Ich hielt gar nichts von iPads oder Fernsehkonsum für Kinder. IEEEEWWOOOOOOOOO, wer macht denn sowas? Ähm, ja. Meine Kinder dürfen morgens Kika gucken und abends auch. Und am Wochenende dürfen sie morgens YouTube Videos auf dem iPad schauen. ich bin mir sicher, da ist auch manchmal pädagogisch weniger wertvolles dabei ABER…….

Ab und zu brauche ich etwas Ruhe und Frieden. Wenn der Fernseher läuft, dann herrscht in Sekunden eine magische Stille…..Sorry, aber das ist mir manchmal wichtiger…….

8. Vergleiche 

Ich habe aufgehört meine Kinder mit anderen Kindern zu vergleichen. „Läuft er schon? Sitzt er schon?“ „Ach, er krabbelt noch gar nicht?“ Dieser Wettbewerb unter Müttern ist mir sowas von zuwider. Jedes Kind ist anders und jedes Kind hat ein anderes Tempo. Wenn ihr ich weiter verglichen wollt, bitte aber ich bin da raus!

Diese Liste wird nach belieben erweitert. Es gibt noch andere Dinge, die mich als Mama  mittlerweile einen feuchten Kehricht scheren. Für den Moment sind das meine Highlights um nicht komplett verrückt zu werden.

Und ihr so?

 

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