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Ein Gastartikel von Katharina aus Stuttgart

Erinnerst du dich noch an diese Tage, bevor du Kinder hattest und du Stunden damit verbringen konntest, dich auf eine Nacht voller Leidenschaft vorzubereiten, dir die Beine zu rasieren und in etwas Verruchtes zu schlüpfen? Weißte noch? 

Oder als ihr vor Lust so überwältigt gewesen seid, dass ihr übereinander herfallen konntet, ohne euch darum kümmern zu müssen, wer euch dabei zuschaut? Ja nun.. diese Zeiten sind vorbei.

Sobald man nämlich Eltern wird, ändert sich da einiges. 

Unsere Gedanken zum Thema Sex als Eltern waren mal diese: Hey, wir bringen die Kinder ins Bett, öffnen uns dann eine Flasche Schampus, kurbeln die Stimmung mit etwas sexy Musik an und dann lassen wir der Leidenschaft freien Lauf, Baby….

Nope. Träumt mal weiter.

Die Wahrheit über Eltern-Sex ist, dass es so erbärmlich lange Zeiten der Abstinenz gibt, dass du dich fragst, ob deine Vagina wirklich für immer geschlossen bleibt. 

Das Bett ist ausschließlich zum Schlafen da und wenn man an den Partner denkt, dann denkt man eher darüber nach, wer nachts aufstehen wird, anstatt an einen heißen Liebhaber. 

Es gibt ihn immer noch, diesen Schimmer vor Lust. Der Drang ist immer noch da. Aber auf dem Planeten Eltern steht spontaner, lauter, ungehemmter Küchen-Theken-Sex nicht auf der Tagesordnung. Es gibt eher den perfekt geplanten Sex.

Willkommen in der Welt des Eltern-Sex

Eltern-Sex ist anders.

Ihr macht das Beste aus diesen seltenen Momenten, in denen das Nickerchen das Babys mit dem Peppa Wutz DVD-Marathon des dreijährigen Kindes zufällig mal zusammenfällt.

Er besteht aus stoppeligen Beinen und einem Busch wie die Frisuren von Game of Thrones: Ungekämmt und ein bisschen wild.

Und das Seltsame ist, dass nach all den Jahren, in denen man strikt darauf bedacht war, im Schlafzimmer perfekt aussehen zu wollen, plötzlich die Erkenntnis kommt, dass sich dein Typ nicht wirklich um eine stoppelige Bikinizone, einen hängenden Bauch oder nicht passende Unterhosen kümmert. Total egal! 

Beide sind zu dankbar für diesen zwei Minuten zittrige Knie, dass es einem völlig egal ist, dass man wie Chewbacca aussieht.

Stelle dir das mal vor.

Pläne

Ab und zu kommt der heilige Gral in Form einer kinderfreien Nacht, mit freundlicher Genehmigung von Oma und Opa zu euch.

„Whoooooooohoooo !“ denkst du. „Eine ganze Nacht voller Leidenschaft und langem, romantischen  Im- Bett- liegen!“

Als ob.

Du gehst zum Waxing, gönnst dir vielleicht sogar ein paar neue Dessous. Du weichst dich eine Stunde lang in der Wanne ein und schrubbst all deine vernachlässigten Stellen.

Dann schleichst du dich sexy zurechtgemacht ins Schlafzimmer, nur um deinen Partner im Bett liegend vorzufinden…schnarchend. 

Du seufzst vor dich hin.

Naja. Vielleicht nächstes Mal. In, ähm, ungefähr sechs Monaten. Denn dann spätestens können wir wieder jemanden dazu überreden, die Kinder für eine Nacht zu nehmen. 

Und wenn du ganz ehrlich bist, dann freust du dich auch über acht Stunden durchgehenden Schlafes und du ziehst ihn sogar einer flotten Nummer vor, stimmt’s? 

The Fast and the Furious

In dem glücklichen Moment, wenn es tatsächlich zum Eltern-Sex kommt, dann ist das Vorspiel eine sehr weit zurück liegende  Erinnerung.

Ihr seid beide so geil, dass dir alles egal ist; Du weißt nur, dass du den Moment nutzen musst, wenn er schonmal da ist, dann muss es schnell gehen. 

Eltern-Sex schleicht sich in kleine Momente ein, zum Beispiel nachdem das Kind im Buggy eingeschlafen ist und du es schaffst, das Kind schlafend im Buggy in die Wohnung zu hieven. 

Man lernt, die leisesten Orgasmen in der Geschichte des Liebesspiels zu haben, weil es das Vergnügen einfach nicht wert ist, dein Kind um 6 Uhr morgens aufzuwecken, wenn es immer noch müde und streitsüchtig ist.

Eltern-Sex nimmt immer leider genau dann Fahrt auf, wenn man bemerkt, dass das Kind herein geschlichen gekommen ist und euch mit weit aufgerissenen Augen anstarrt. 

„Geh zurück ins Bett, Schatz“, hechelst du. „Papa, äh, hilft der Mama bei ihren Rückenschmerzen, weißt du?“

Wenn sie Dinge finden, die sie nicht finden sollten

Eltern-Sex ist ein bisschen wie Teenager-Sex: Man versucht ständig, ihn unter Verschluss zu halten.

Schön ist auch, wenn deine Kinder die Kondome finden und denken, dass es sich um Süßigkeiten in glänzender Verpackung handelt. Oder noch schlimmer, sie packen sie aus und versuchen sie aufzublasen.

Am Ende murmelst du etwas wie, dass dies „spezielle Ballons“ sind, die natürlich „gefährlich für Kinder“ sind. Und du betest, dass dein Kind keinem anderen Kind davon erzählt.

Tipps, um die Stimmung zu steigern

Aber was ist das Schlimmste am Eltern-Sex? Das Schlimmste ist, wenn er gar nicht mehr stattfindet. 

Wenn ihr nämlich aufhört, miteinander Sex zu haben, dann verschwindet die Intimität zwischen euch beiden nämlich.

Fang an, mehr Intimität zwischen dir und deinem Partner zu schaffen, versuche einfach, ihm wieder näher zu kommen. Dabei lasst euch ruhig vom Kamasutra inspirieren. Du bist zu müde? Dann schlag mal im Kamasutra nach der „Arabischen Schere“ nach, da kannst du wunderbar beides vereinen 🙂 

Sicher, die Dinge ändern sich, wenn man Eltern wird, aber Zeit und Raum zu finden, um sich der Liebe hinzugeben – behaarte Beine hin oder her – sollte bitte ab und an drin sein. 

Eltern-Sex ist nämlich definitiv besser als gar kein Sex!

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