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Von Marina aus Esslingen.

Es war einer dieser Tage.

Es war einer dieser Tage, als der Tag vor dem Wecker begann. Einer dieser Tage, an denen die Nacht eh schon viel zu kurz war, und du nach der zigsten Unterbrechung gar nicht mehr in den Schlaf kamst und du deswegen viel zu früh aufstehst um die Kinder für die Schule oder den Kindergarten vorzubereiten. Einer dieser Tage, an denen du bereits am Schreien des Babys und am Husten des anderen Kindes erkannt hast, dass beide krank werden und Zuhause bleiben müssen.

Es war einer dieser Tage, an denen du das Zimmer deines Babys betrittst und dir der Geruch von Urin im selben Augenblick ins Gesicht schlägt, während du spürst, wie drei kleine Legosteine die zarte Haut deines rechten Fußes wie Glasscherben aufspießen.

Das war genau die Art von Tag.

Beim Frühstück schreit dein, bis grade noch uringetränktes Baby lauter und schriller als die tausend Justin Bieber Fans, von denen du gestern Abend bei dem Konzert mit deiner ältesten Tochter umgeben warst.

Es war diese Art von Tag, an dem es keine Kopfschmerztabletten mehr im Medizinschrank gibt, und dein 2-Jähriger gerade eine ganze Schüssel voller Milch und Smacks auf den frisch geschwischten Esszimmerboden fallen gelassen hat und dann spontan beschließt, diesen Moment für sich zu nutzen, um eine perfekte Eislauf- Piroutte zu üben, die eindeutig für die Olympischen Spiele geeignet ist. Dummerweise landet er beim Bremsvorgang mit der Nase zuerst in der Ecke der Wand. Der Zweijährige heult, das Baby lacht. Und du denkst, „Naja zumindest hat diese Aufführung das Baby zum Schweigen gebracht. Immer positiv denken!“ während du den Impuls unterdrückst auch deinen Kopf gegen die Wand zu schlagen.

Es war diese Art von Tag, an dem dein Mann seine dritte 14-stündige Doppelschicht in Folge schiebt und du im Haus festsitzt, ohne Auto mit drei Kindern, die permanent nach Essen verlangen. Drei Kinder, die sich darum streiten, welchen Zeichentrickfilm du anmachen sollst. Es ist so ein Tag, an dem du anfängst, die Stunden bis zum Schlafengehen herunterzuzählen, obwohl es gerade mal 9 Uhr morgens ist.

Es war einer dieser Tage.

Es war einer dieser Tage, an dem das Nickerchen nach langem Bemühen endlich klappt. Nachdem du ewig darum gekämpft hast, dein Baby in seine Wiege zu legen, nur damit es dann zwei Minuten später von deinem schreienden Kleinkind aufgeweckt wird, weil du versucht hast, es nach oben zu bringen, um es für sein Nickerchen niederzulegen.

Es war einer dieser Tage.

Es war einer dieser Tage, an dem du plötzlich merkst, dass du dich nicht mehr daran erinnern kannst, wann du das letzte Mal geduscht hast. Es war einer dieser Tage, an dem du auf deinen frischgeduschten nackten Zweijährigen herabblickst und entdeckst, dass er, während du deinen Kaffee zum dritten Mal aufgewärmt hast, in den Müll geklettert ist und sich klebrige Bananenschalen ins Haar gelegt hat.

Es war einer dieser Tage.

Es war einer dieser Tage, an denen ich meine Kinder zu leider viel oft anschnauze. Ich schimpfe mit ihnen bis mein kompletter Atem verbraucht zu sein scheint. Ich frage mich, wie es mit mir als Mutter so weit kommen konnte. So wollte ich doch nie sein. Ich frage mich nicht, wie ich den Rest des Tages überstehen kann, sondern ich fragte mich, wie ich die nächste halbe Stunde überleben werde.

Das war der Tag, an dem ich mich mit gewissen Fragen auseinandersetze.

Aber als ich mich nach diesem höllischen Tag endlich hinsetzen konnte, merke ich, dass ich es gerockt habe. Er war vorbei. Meine Kinder waren immer noch gesund und alle waren super versorgt. Und dann erinnerte ich mich wieder daran, dass solche Tage eben ab und an passieren. Und sie werden mich immer wieder an den Rand des Wahnsinns treiben. Aber ich werde es durch jeden dieser Tage schaffen. Es werden auch wieder bessere Tage kommen und die werden überwiegen.

Wer weiß… vielleicht wird schon morgen einer dieser Tage sein.

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