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Von Karina aus Velbert

Als ich vor über zwei Jahren mit meinem Sohn schwanger war, hatte ich alle klassischen Schwangerschaftssymptome, die man sich vorstellen kann: Übelkeit, Erbrechen, Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen wie Fleisch und Parfüm und extreme Müdigkeit, um nur einige zu nennen.

Um den 5. Monat meiner Schwangerschaft herum begannen die obigen Symptome zu verblassen. Doch etwas fühlte sich nicht richtig an. Ich fühlte neue Symptome: Schmerzen, starke Schmerzen in meinem Leberbereich – dem oberen rechten Lendenwirbelbereich. Wenig bis gar keinen Urinaustritt. Verschwommene Sicht. Ich fing an, Sterne zu sehen, als würde ich ohnmächtig werden.

Bei jeder Routineuntersuchung, zu der ich ging, wurde mein Blutdruck immer höher. Ich hatte anfangs einem gesunden 110/70 Blutdruck, und im 7. Monat war ich bei bereits140/110. Die Krankenschwester brachte es mit der sog. „Weißkittel-Hypertonie“, wie sie es nannte in Zusammenhang: Ein Syndrom, bei dem das Angstgefühl eines Patienten in einer medizinischen Umgebung zu einem ungewöhnlich hohen Messwert führt, wenn sein Blutdruck gemessen wird.

Ich ging stündlich auf die Toilette und hatte großen Drang, aber es kam kaum etwas heraus.

Als mein Bauch wuchs, fühlte ich mich immer unwohler und musste mich ständig ausruhen und meine Füßen hochlegen. Etwas fühlte sich immer noch nicht richtig an.

Ich sagte es der Krankenschwester und dem Gynäkologen jedes Mal, wenn ich sie sah, und sie sagten immer: „Willkommen in der Schwangerschaft; Schmerzen sind normal.“

Aber etwas in meinem Hinterkopf sagte mir, dass etwas nicht stimmt. Ich hatte in meiner Schwangerschaft kaum zugenommen, aber zwischen dem 7.Monat und 9. Monat nahm ich relativ schnell fast 15 Kilo zu.

Ich entschied, meine ungewöhnlichen Symptome zu googeln – die wenig bis keine Urinausgabe, mein hoher Blutdruck, die Wassereinlagerungen, der Schmerz im Rücken, der sich anfühlte, als würde meine Leber brennen. Es musste etwas passieren. Das können keine normalen Schwangerschaftsschmerzen sein.

Ich litt unter einer Präeklampsie ( Schwangerschaftsvergiftung). Ein Wort, von dem ich vorher noch nie in meinem Leben gehört hatte. Ein Zustand, von dem ich noch nie vorher gehört hatte.

Früher als Toxämie bezeichnet, ist die Präeklampsie eine Erkrankung, von der 5-8% der Schwangeren betroffen sind. Die Symptome können zu hohen Blutdruck einschließen, selbst bei Frauen, die vorher keinen hohen Blutdruck hatten, hinzu kommt meist ein zu hoher Proteingehalt im Urin und Schwellungen in den Füßen, Beinen und Händen. Die Vergiftung tritt in der Regel er spät in der Schwangerschaft auf, kann aber auch früher auftreten.

Wenn diese Erkrankung nicht diagnostiziert wird, kann die Präeklampsie zu Eklampsie führen, einer sehr schweren Erkrankung, die zu Anfällen und dem HELLP-Syndrom führen kann, das den Abbau der roten Blutkörperchen fördert und die Leberfunktion bei der schwangeren Frau stark beeinträchtigt.

Die Behandlung hängt davon ab, wie nah eine Frau an ihrem errechneten Geburtstermin ist. Die einzige „Heilung“ ist die Geburt, was für werdende Mütter sehr beängstigend sein kann. Wenn eine Entbindung noch nicht ratsam ist, kann ein Arzt u.a. auf Ruhe und Ernährungsumstellung plädieren.

In der 38. Wochen lag mein Blutdruck bei 148/110. Die Krankenschwester war sehr besorgt und sagte mir, dass sie darüber nachdachte, mich sofort in den Kreißsaal zu schicken.

„Ich glaube, ich habe eine Präeklampsie“, sagte ich zu ihr. Sie maß meinen Blutdruck immer wieder, bis sie mit 137/94 zufrieden war. „Ich werde es den Doktor wissen lassen, aber ich denke, es ist ehrlich gesagt nur Weißkittel-Hypertonie.“ „Ich habe allerdings ein wenig Angst um sie“, fügte sie hinzu.

Ich hatte in diesem Moment große Angst. Mein Arzt sagte mir wieder, dass es nur Weißkittel-Hypertonie sein könne.

Ich bekam meinen Sohn in der 40. Wochen, eine Stunde nach seinem errechneten Geburtstermin. Mein Blutdruck war viel zu hoch, als ich eingeliefert wurde und er ging nicht wieder runter. Sie führten unter den Wehen Bluttests durch, und es wurde bestätigt, dass ich eine Präeklampsie hatte. Alles war verschwommen, aber Ärzte und Krankenschwestern reagierten schnell, und senkten den Blutdruck und erleichterten mir so meine Wehen und auch die Entbindung.

Glücklicherweise kam mein Sohn vollkommen gesund auf die Welt und auch wenn es zwar Monate dauerte, bis meine Schmerzen komplett verschwanden und mein Blutdruck wieder zurückging, ging es mir direkt nach der Geburt schon viel besser.

Ihr Lieben, wenn ihr das Gefühl habt, dass etwas mit eurer Schwangerschaft etwas nicht stimmt, bleibt hartnäckig, bis all eure Bedenken ausgeräumt sind und ihr ein Ergebnis habt mit dem ihr zufrieden seid – sowohl für euch als auch für euer süßes Baby.

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