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Man sehnt sich danach, lechzt förmlich danach. Rettet sich zum letzten Schultag. Wie immer vor den Ferien. Denn Schule ist nicht easy. Nicht so easy wie Kindergarten. Da kann man auch mal spontan zu Hause bleiben, blau machen quasi. Morgens wach werden und entscheiden, nö, heute nicht. Das Wetter ist schön, wir gehen ins Schwimmbad. Oder nö, Wetter es ist saukalt und nass, wir kuscheln heute auf der Couch.

Aber Schule ist anders. Echt jetzt. 😆

Bei mir sind zwei von vier dabei. 6. und 4. Klasse. Der Dritte kommt nächstes Jahr zur Schule. Und unser Morgen sieht meistens so aus:

Papa steht als erstes auf und kocht Tee für die Mädels und für uns. Um sechs klingelt dann mein Wecker. In 95% der Fälle klingelt der aber eben nicht. Zumindest höre ich das nicht. Weil ich im Tiefschlaf bin. Seit einer Stunde oder so. Denn die Babymaus zahnt. Oder steckt im Schubidu (Schub). Oder musste dringend kuscheln. Bevorzugt von zwei bis fünf. Ok. Zurück zum Thema. Der Wecker klingelt, aber für mich nicht hörbar. Um 6.30 Uhr kommt dann der beste Mann ans Bett und flüstert: Aufsteeeeheeen Schatz!

SCHERZ!!! Das kann einfach nur ein Scherz sein! 😯

Ist es nicht??? Schei……! Ok. Aufstehen. Möglichst leise aus dem kuscheligen, warmen Bett schälen damit die Babymaus nicht wach wird. Akrobatische Übungen inbegriffen. Check. Morgengymnastik erledigt. Ich schleiche in die Küche. Da steht der fertige Tee. Tee ist gut, aber der hilft jetzt nicht.

Kaffee. Kaffee muss her. Also Maschine an. Ahhh warum heizt die so lange? Kurz die Augen noch mal schließen- im Stehen. Ich entscheide mich für Espresso. Doppelt. Das funzt. Zumindest kurzfristig. Espresso läuft durch, der Mann schleicht die Treppe hoch und weckt die Mädels. Sie tun so, als ob sie gleich aufstehen. Der Mann kommt wieder runter und die Mädels ziehen die Decke wieder hoch.

Ich trinke meinen Espresso. Fünf Minuten wach werden. Warten, dass die Seele in den Körper schlüpft, denn die lag gerade noch im Bett. Inzwischen ist es 6.45 Uhr. Ich wecke den Kleinen, der Kindergarten steht an.

„Guten Morgen mein Schatz, hast du gut geschlafen?“

„Ja Mama!“ Prima, das läuft schon mal!

„Möchtest du Kakao trinken?“

„Jaaaaaa“ .

„Warm oder kalt?“

„Kalt“ . Ok, also kalten Kakao. „Sicher????“

„Neiiiin, nein, doch lieber warm! Im Wohnzimmer, mit Decke!“

Ok, also warmer Kakao, im Wohnzimmer, mit Decke. Bloß keinen Fehler machen. Da versteht ein Vierjähriger morgens keinen Spaß! Topf auf den Herd, Milch und Kakao rein, umrühren, fertig. Der Kakao wird im Wohnzimmer serviert. Unter der Decke. Welch ein Luxus.

„Mamaaaa!!! Der ist zu heiß!!! Ich wollte warmen Kakao, keinen heißen!!!“ Ich atme. „Der kühlt gleich ab Schatz, warte kurz!“ “ Aber Mama, so kann ich den gar nicht trinken!“ Ok. Ich atme nochmal. Ich wiederhole mich. Sohnemann grummelt noch kurz und akzeptiert.

Jetzt meldet sich die Kleine. Mist. Ich wollte doch noch duschen. Ok, später. Erstmal stillen und wach kuscheln. Es ist jetzt 7.05 Uhr. Von oben noch nichts zu hören. Der Mann oder ich, einer ruft nach oben: Aufstteeeheeeeen!!! Mädels! Es ist schon nach 7!!!! Zwei Minuten später: LASS MICH IN RUHE!!! GUCK MICH NICHT SO BLÖD AN!!! BOAHHH DU NEEEERVST!!! Ok, Mädels sind wach.

7.15 Uhr. Die Mädels sind jetzt unten. Noch etwas desorientiert aber da. Angezogen. Wie auch immer. Frieren werden sie nicht.

„Der Tee ist fertig Mädels, wollt ihr den auch mit zur Schule nehmen?“

„Wenns sein muss, ja“ WHAAAAT???? Ok. Ich schlucke und fülle den Tee in die Thermoskannen.

Der Sohnemann teilt uns lautstark mit das sein Kakao jetzt alle ist. Die Babymaus findet das alles ziemlich lustig und steuert im Schlafanzug umher. Welch ein Theater. Jeden Morgen. Wie in einer Soap. Ich lege die fertig bestückten Brotzeitboxen auf den Küchentisch, gefüllt mit belegtem Brot, Obst, Gemüse, Joghurt, je nach Bestellung .

7.25 Uhr. „Mädels!! Anziehen! Schuhe, Jacke, Mütze!!! Ihr müsst los!“

Warum um alles in der Welt geht das nicht mal von alleine? Mit 10 und 12 Jahren wissen sie doch, dass die Zeit morgens nicht stehen bleibt??!!! Atmen. Um 7.30 Uhr muss eigentlich los gefahren werden. Erst zur einen Schule, dann zur Anderen. Der Einzige der wie immer fix und fertig da steht ist der Mann. Völlig entspannt. Unglaublich.

„Habt ihr euer Schulzeug dabei?“

„Jahaaa Mama“

„Und habt ihr die Brotzeit eingepackt?“

„Shit, die liegt noch in der Küche“ Das Gewusel geht los. Brotzeit in die Schultasche schmeißen, Tee einpacken, Jacke suchen, der zweite Schuh fehlt. Draußen schneit es, -5 Grad. Die Große will Turnschuhe anziehen. Ich bekomms noch mit den Nerven, ehrlich. 🙄 Der zweite Schuh taucht wieder auf. Welch ein Segen.

7.30 Uhr. I can`t believe it. Es ist geschafft. Sie können los. Mit Jacke, Schultasche und zweitem Schuh.

Das was danach kommt, gleicht fast einer Wellness-Behandlung. Nur noch die Kleine und den Sohnemann anziehen, Kaffee, duschen, noch mehr Kaffee, Kindergartenrucksack packen und dann ab zum Kindergarten.

That`s it. Das ist der Grund, warum ich Ferien so liebe. Es ist eine Auszeit vom morgendlichen Wahnsinn.

Außer die Ferien dauern zu lange……aber das ist eine andere Geschichte….. 😉

Eure Mama mal Vier

Dieser Artikel ist aus dem Blog Mama mal Vier. Besucht doch mal ihre Seite <3

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