Was sind das doch für schöne Zeiten, wenn das Baby bereitwillig den Mund öffnet und den mühselig gedämpften Brei in sich schaufeln lässt. Auf die Lucke und yaaaaaammmiiii, und der nächste Löffel und der nächste… Herrlich, oder? Ab und an lassen wir das kleine Würmchen noch an einem trostlosen Hirsekringel lutschen und die Welt ist in Ordnung. Dann wird der Gourmet Schalter plötzlich umgedreht.. Das Kleinkind ist irgendwie nicht mehr so schnell zufrieden zu stellen… Der Mund wird verzogen, nichts funktioniert mehr….Grünes Gemüse? Bääähhhhh… Nudeln MIT Soße? Natürlich NICHT! Kartoffeln? Ja, aber bitte ohne alles… Brot mit Teewurst? Bitte OHNE Brot. Oder ohne Teewurst. Oder beides. Nie kann man es den Zwergen recht machen… Was denkt so ein Kleinkind wohl beim Essen? Nun, um die Gedankengänge mal transparent darzustellen, haben wir sie euch hier mal aufgelistet…

Es scheint einen klaren Regelplan zu geben, wonach sich dein Kleinkind zu richten scheint…

 

1. Zum Frühstück wird alles verschmäht außer Schokoladenmüsli. Allerdings muss hierbei stets jeden zweiten Tag die Milch weggelassen werden. Und Freitags. Und Montags, wenn die Nacht zuvor Halbmond war. Und Mittwochs, wenn es regnet. Und Sonntags auch.

2. Um direktes Hyperventillieren wird gebeten, falls etwas mal unaufgefordert falsch läuft.

3. Probiere NIE etwas Neues, NIEMALS!

4. Nur weil du gestern etwas gemocht hast, heißt das nicht, dass du es heute wieder mögen musst. Es ist vollkommen akzeptabel, ständig deine Meinung zu ändern. Lass dir bloß nichts einreden!

5. Sei misstrauisch gegenüber allem, was in letzter Zeit noch irgendwie lebendig war. Fleisch und Fisch gehen nur Samstags. Oder Sonntags. Oder Dienstag früh. Sonst nicht.

6. Fordere stets eine große Auswahl an Lebensmitteln ein, die deine Eltern dir mühsam nach Hause schleppen, dann folgt: A: Du verweigerst ALLES, was eingekauft wurde oder B: Du lässt dir alles zubereiten und dann sagst du deiner Mama, dass du das alles gar nicht magst.

7. Billige Versionen von großen Marken lehnst du bitte ab. Immer. Einzige Ausnahme: Schokolade und Kekse, die gehen immer.

8. Eine Koch- oder eine Zubereitungszeit von mehr als 30 Sekunden ist völlig inakzeptabel.

9. Frag alle 10 Sekunden lautstark nach, wann denn das Essen ENDLICH fertig ist.  Protestiere mit den Fäusten und schmeiße dich dramatisch auf den Boden, wenn es zu lange dauert.

10. Dies kann dazu führen, dass die Mahlzeit halb gefroren serviert wird, aber das ist egal, da du es ja sowieso nicht essen wirst.

11.Es gibt eine Nahrungsverweigerung am Mittwochnachmittag! Warum? Einfach nur so.

12. Stelle bitte stets sicher, dass du zu allen Mahlzeiten einen Löffel, ein Messer und zwei Gabeln neben dir liegen hast und dann benutzt du bitte die Finger.

13. Verwende stets den Lieblingsteller. Wenn der nicht sauber ist, dann wird richtig Terror gemacht. Es muss auch immer der Lieblingsbecher parat stehen. Welcher das gerade ist, wird spontan entschieden. Nur weil gestern der blaue Becher cool war, muss das heute NICHT mehr so sein. Mamas entnervtes Gerate nach dem richtigen Becher macht dich sehr WÜÜÜÜÜTEND, denn Mama sollte das doch bereits instinktiv wissen!

14. Verteile soviel Essen wie möglich UM den Teller herum. Deine Eltern sagen ja gerne, sie „verbringen ihr ganzes Leben damit, den Küchenboden zu putzen“. Hilf bitte kräftig mit, damit dieser Wunsch auch Wirklichkeit wird.

15. Süßkartoffelchips sind eine Beleidigung.

16. Vermeide bitte jegliche Art der Soße, da das Risiko besteht, dass es beigemischtes Gemüse enthält.

17. Trinke niemals Wasser. Papa sagt: „Du wirst es trinken, wenn du durstig bist.“ Tu es nicht. Mit Austrocknung ins Krankenhaus eingeliefert werden ist der Plan, dann schnallt er das!

18. Sage deinen Eltern immer, dass du sehr hungrig bist, wenn du gerade in der Badewanne sitzt.

19. Trainiere deine Körperuhr so, dass du um Mitternacht den größten Hunger hast. Eine Banane zur Geisterstunde hilft!

20. Traue keinen Aufläufen, Eintöpfen oder Suppen.

 

21. Süßkartoffelchips sind wirklich beleidigend.

22. Trete den Leute gegen die Schienenbeine, die ernsthaft behaupten, Brokkoliröschen seien „kleine Bäume“.  Das ist herablassend und ekelhaft.

23. Avocado – Um Himmels Willen – NEIN.

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