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Ein Gastbeitrag von Annika aus Düsseldorf.

Ich bin die Mutter eines Teenagers. Wisst ihr, man lernt damit umzugehen. Deswegen nehme ich manche Situationen mittlerweile auch mit Humor. Es geht gar nicht anders, denn wenn man diese Jahre allzu ernst nimmt, dann hat man reichlich wenig zu lachen. Ich konnte also schon einige wichtige Verhaltensweisen beobachten, die das Pubertier so gar nicht mag. Einiges davon war wirklich ziemlich herausfordernd und auch sehr unangenehm aber einige Situationen konnte ich auch sehr genießen. Das Schlimmste ist, das man sein eigenes Kind nicht mehr wieder erkennt. Von heute auf morgen verändert es sich zu einem müffelnden und nahezu immer schlecht gelaunten Menschen. Ich glaube, dass das für das Pubertier mindestens genauso erschreckend sein kann, wie für die Eltern. Da muss man behutsam vorgehen. Das geht aber nicht immer und da ich ein sehr humorvoller Mensch bin und mein armer Sohn eigentlich auch, versuche ich immer wieder, ihn zum Lachen zu bringen.

Wollt ihr mal wissen, was das Pubertier von 0 auf 100 in weniger als drei Sekunden bringt? Ganz normale Dinge werden plötzlich zum NO GO! Einst so normale Fragen werden zum Balance-Akt.

Pass also auf, wenn du als Mutter eines Pubertiers in folgende Situationen gerätst…

1. Du weckst das Kind.

Es ist eigentlich sogar egal, wann du es aufweckst, auch am Wochenende um 13 Uhr. Aufwachen ist generell unfassbar schlimm. Verdammt, das Kind ist sogar sauer auf DICH, wenn es von selbst aufwacht.

2. Du singst lauthals fröhliche Lieder in ihrer Gegenwart, besonders wenn sie kürzlich aufgewacht sind. Ein NO GO! 

Ich singe nun mal gerne. Mein Repertoire ist ziemlich groß mittlerweile: Ich beginne meistens mit Nana Mouskouris „Guten Morgen Sonnenschein!“, gefolgt von Modern Talkings „Cherry, Cherry Lady!“ und es endet gerne mit „Dem Glücksbärchisong!“ Dabei schwinge ich fröhlich trällernd den Staubsauger. Der Blick des Teenagers? UNBEZAHLBAR! Falls jetzt jemand denkt, ich wäre gemein: Vor 14 Uhr am Samstag/Sonntag geht diese Show nicht los.

3. Du bezeichnest ihre Klamotten „süß“.

Dies ist am schlimmsten bei männlichen Jugendlichen, kann aber auch bei Mädels stark nach hinten losgehen. Du kannst das T-Shirt auch „Fetzig“ nennen. Du kannst dich auch  neuer Vokabeln bedienen, solche, die eigentlich den Jugendlichen vorbehalten sind: „Voll en Fleck!“, „Nice“ oder „Fresh“–> Es ist immer alles falsch! Du wirst die Begriffe wahrscheinlich nicht richtig verwenden aber selbst wenn du es tust, wird dein Teenager das überhaupt nicht lustig finden. „Boah, Mama, hör mal auf!“ Du darfst im Endeffekt GAR NICHTS über ihre Wahl der Klamotten sagen, GAR NICHTS!

4. Ein Aufklärungsgespräch über Sex/Drogen/Alkohol passt nie!

Ich gebe zu, dass hat mich damals auch richtig doll genervt. Ich kann aber nicht anders, ich hab einfach Angst um ihn. Ich setze also an und möchte mit ihm über etwas reden, was mich bedrückt. Er sagt dann gerne „Mama, ich weiß! Wir haben schon millionenfach darüber gesprochen.“ Ich weiß aber, dass ich es raus lassen muss, ich muss mir Luft machen. Diese Episoden der Aufklärung lege ich dann auf eine lange Autofahrt allein mit dem Teenager; Wenn der Teenager samstags ausschlafen will, Wenn der Teenager-Freund vorbei kommt und  stark nach Gras riecht….Als Mutter gerät man tatsächlich schnell in Panik, wenn man von einer neuen Droge liest oder wenn man etwas über Geschlechtskrankheiten mitbekommt. Wenn ich dann wieder mal aushole, dann fragt mich mein seufzender Sohn immer „Mama, hast du gerade wieder einen Artikel darüber gelesen oder was?“

5. Du holst sie von der Schule ab und winkst fröhlich! OMG! 

„Muuuuuuckkkkiiiiiiii, huhuuuuuu, die Mammmiiiiii holt dich ab!“ Böser Fehler, GANZ, GANZ böser Fehler!

6. Du stellst nach einer Party eine Reihe von Fragen. BÖSER FEHLER! 

Zu den Fragen können folgende gehören: Hattest du Spaß? Wer war denn alles da? (War Anna da? War Paul da? War Emma da? War Sarah da?) Welche Musik habt ihr gehört? Hast du getanzt? Was hast du dort gemacht? Gab es was zu essen? Was genau gab es denn zu essen? Wie wohnt denn die Familie Meier? Wessen Eltern waren da oder wer waren die Anstandswauwaus? Man will es einfach wissen, fragen darf man aber eigentlich nicht!

7. Du sprichst mit ihnen über ihre Gefühle. 

Oh oh, das ist eine ganz heikle Sache. Sprich sie nie, NIEMALS auf ihre Gefühle an. Entweder sie erzählen es dir von sich aus, oder gar nicht.

8. Du knuddelst und küsst sie! Bloß nicht! 

Okay – sie werden so tun, als würden sie sich darüber ärgern, aber du tust es trotzdem! Damit kann man nicht aufhören, auch ein Teenager ist und bleibt dein süßes Kind. Und glaub mir, wir können auch dann nicht aufhören, sie zu küssen! Da müssen sie durch!

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