Pregnant couple choosing gender of the baby, the child's name. The problem of choice for a husband and wife.
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Von Svenja aus Wentorf

Mein Mann und ich waren uns schon früh in meiner ersten Schwangerschaft einig, dass wir das Geschlecht des Babys nicht vor der Geburt nicht wissen wollen.

Ich bekam einen Jungen. Ich wurde noch drei weitere Male schwanger und wir ließen uns bei keiner vorher das Geschlecht des Babys sagen. Ich bekam noch drei weitere Jungs. Wir haben uns jedes Mal dafür entschieden, die altmodische Art und Weise zu wählen und 40 Wochen auf die große Enthüllung zu warten, ohne eine Minute darüber nachzudenken, dass es heutzutage fast undenkbar ist, das Geschlecht des Babys nicht vorher verraten zu bekommen.

Lasst mich ganz klar sagen, wenn ihr euch entscheidet, euch das Geschlecht sagen zu lassen, werde ich euch bis zum Schluss unterstützen und anfeuern. Wenn du eher der Typ bist, der gerne alles genau plant und die Ungewissheit dich an deine mütterlichen Grenzen bringt, dann lass es dir bloß sagen. Möge die Macht mit dir und der Ultraschalltechnik sein! Ich werde der Erste sein, der zu deiner Outing- Party kommt, ich werde es genießen, deinen rosa oder blauen Kuchen zu inhalieren, und ich werde nicht für eine Sekunde deine Entscheidung in Frage stellen.

Aber wenn du denkst, dass es eine kleine Chance gibt, dass du neun Monate durchhalten könntest, ohne das Geschlecht zu wissen, habe ich ein paar gute Gründe, warum ich denke, dass du dich ruhig überraschen lassen solltest.

1. Es gibt keine wirklichen Überraschungen mehr im Leben.
Nun, natürlich gibt es welche, aber das hier ist eine 100% garantierte Überraschung. Sicher, du kannst auf Backpulver pinkeln, Eheringe über deinen Bauch schwingen und chinesische Empfängniskalender studieren, bis du blau (oder rosa!) im Gesicht bist, aber nichts ist sicher, bis sie das Baby herausziehen und du hörst: „Es ist ein Junge/Mädchen!“

2. Es kotzt die Leute an.
Ich meine, es kotzt sie wirklich an. Du wirst: „Was meinst du damit, du weißt nicht, ob du einen Jungen oder ein Mädchen bekommst?“ jeden einzelnen Tag hören. Es ist eigentlich irgendwie lustig, dass die Leute das Gefühl haben, dass sie jedes einzelne Detail deines Lebens wissen müssten (Danke, Facebook).

Lass sie warten.

3. Du wirst auf deiner Babyshowerparty nicht mit Babyklamotten überhäuft.
Wenn du wie ich, zu einer Babyshowerparty eingeladen bist und es klar ist, dass es ein Mädchen wird, rennst du auch in die Stadt und kaufst Haarschleifen, passende Socken, Rüschenunterhosen, und kleine, mit Juwelen besetzte Sandalen, die sie nie tragen wird. Es wird ein Junge? Natürlich braucht er einen dreiteiligen, limettengrünen Anzug in einer Größe von 0-3 Monaten. Aber was passiert, wenn man keine geschlechtsspezifische Kleidung kaufen kann? Du erhältst Gutscheine (yay!) und praktische, sowie nützliche Geschenke.

4. Als ob die Geburt nicht aufregend genug wäre…
Jetzt wird es noch aufregender sein. All das Warten, die Vorfreude und das unproduktive Raten, das sich in dir aufgestaut hat, kann dir helfen, den Schmerz zu vergessen. OK, vielleicht nicht komplett… , aber es gab mehr als ein paar Momente während meines Kaiserschnitt, in denen meine Angst durch den spannenden Gedanken ersetzt wurde: „Wir bekommen endlich zu sehen, was das Baby ist“! Deine wütenden und erschöpften Wehen können von Schreien wie: „Was zum Teufel bist du, Baby?!“ begleitet werden und dich gerade stark genug machen, um den Job zu erledigen und es endlich herauszufinden!

5. Nimm Wetten an.
Erhalte einen Anfangsbetrag auf das Konto des Kindes und richte ein Geschlechtslotto ein. Die Leute brauchen zwar keine Ausrede, um auf etwas zu wetten, aber auf ein Baby zu wetten, ist wirklich süß.

6. Es ist eine gute Übung, um Geduld zu lernen.
Es ist ein gutes Training dafür, wie das Leben mit einem Zweijährigen wird. Du wirst lernen, wie man damit umgeht, keine Geduld mehr zu haben das Gefühl zu ertragen keinerlei Kontrolle über eine Situation zu haben. Du bekommst neun Monate lang kostenlose Übungseinheiten.

7. Weil es sowieso keine Rolle spielt.
Als ich mit Nr. 4 schwanger war und mit drei kleinen Jungen neben mir herumlief, hörte ich von wohlmeinenden Idioten nur: „Hoffst du nicht, dass es ein Mädchen wird?“ „Äh, nein. Ich hoffe, dass es ist ein gesundes Baby wird.“ Das brachte sie normalerweise zum Schweigen. Es war mir einfach egal. Denke ich darüber nach, wie das Leben mit einer Tochter sein würde? Ja, die ganze Zeit. Aber ich glaube auch, dass mir das Geschlecht gegeben wurde, das zu mir passt. Und es spielte keine Rolle, ob ich es in Woche 18 oder 40 erfahre. Nichts sollte sich ändern, es spielte keine Rolle.

Die Mehrheit der jüngeren Eltern bevorzugt es, das Geschlecht ihres Babys vor der Geburt zu kennen. Es scheint, dass ältere Eltern mehr darauf bedacht sind, sich nicht darum zu kümmern, sie haben durch das Alter einfach mehr Geduld, um neun Monate auf eine Überraschung zu warten. So oder so, ob man es in der 18. oder 40. Woche herausfindet,  es ist und bleibt eine Überraschung und die Entscheidung, ob man es wissen will oder nicht, obliegt nur EUCH.

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