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Von Svenja aus Marl

PCOS ist die Hauptursache für Unfruchtbarkeit bei Frauen.
Das polyzystische Ovarialsyndrom, allgemein bekannt als PCOS, ist die häufigste Ursache für Unfruchtbarkeit bei Frauen – eine von 10 Frauen im gebärfähigen Alter. Trotz der Häufigkeit der Erkrankung ist die Ursache seit Jahren geheimnisumwittert.

Bis jetzt, denn dank eines Durchbruchs in der wissenschaftlichen Forschung können Millionen von Frauen jetzt endlich sie so dringend benötigten Antworten geliefert werden.

Forscher gehen mittlerweile davon aus, dass PCOS etwas ist, das seinen Ursprung in der Gebärmutter hat – was bedeutet, dass viele von uns, die darunter leiden – mich eingeschlossen – es einfach immer schon in sich trugen. Wenn das nicht eine überwältigende, aber frustrierende Scheiße ist, dann weiß ich auch nicht, was es ist.

PCOS bedeutet, dass die Eierstöcke mit Zysten übersät sind. Für viele Frauen bedeutet dies, dass die Periode oft unregelmäßig und schmerzhaft ist. Der Eisprung ist entweder selten oder gar nicht vorhanden. Einigen Frauen wächst ein Überschuss an Gesichts- oder Körperbehaarung, ausgelöst durch ein hormonelles Ungleichgewicht. Das Schwangerwerden kann schwierig sein, das Aufrechterhalten einer Schwangerschaft kann auch schwierig sein, Gewichtszunahme ist häufig mit dabei, Müdigkeit und Akne sind allgemein bekannt, und Stimmungsschwankungen sind im Allgemeinen auch echt schwierig zu ertragen… Wie du siehst: PCOS IST SCHWIERIG!

Manchmal hat man das Gefühl, dass diese Krankheit einen von innen heraus zerstört.

Kurz gesagt, PCOS zu haben ist scheiße. Vor allem, weil es den Ärzten meist nicht möglich ist, die Ursache für diese hormonellen Ungleichgewichte genau herauszufinden.

Jetzt jedoch haben Wissenschaftler entdeckt, dass PCOS vor der Geburt durch übermäßige Hormonbelastung ausgelöst werden kann. Das Hormon, Anti-Müller-Hormon genannt, kann zu späterer Pubertät, seltenem Eisprung, Probleme bei der Fruchtbarkeit und bei der Schwangerschaft und weniger Nachkommen führen. Das überschüssige Hormon überreizt auch eine Reihe von Gehirnzellen, die den Testosteronspiegel bei Frauen erhöhen, was zu PCOS-Symptomen führt. Bei schwangeren Frauen mit PCOS wurde ein um 30 Prozent höherer Hormonspiegel als normal festgestellt, so dass Wissenschaftler die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das hormonelle Ungleichgewicht in der Schwangerschaft zu demselben Zustand bei Töchtern führen könnte.

Wenn du PCOS hast, wird dir diese Information vielleicht ein Gefühl der Absolution bringen, weil es nicht an etwas liegt, was du getan hast oder wie du dein Leben lebst. Alles, was wir tun können, ist herauszufinden, welche Form der Behandlung – ob sie nun pharmazeutisch ist oder nicht – bei uns funktioniert.

Ich nehme seit etwa drei Jahren Metformin, ein Insulin regulierendes Medikament, das hauptsächlich für Diabetiker verschrieben wird. Als ich 10 Jahre alt war, wurde eine nicht-diabetische Hypoglykämie diagnostiziert (niedriger Blutzucker), mein Blutzucker und ich waren nicht immer auf derselben Seite. Jahre später und nach einer gründlichen Untersuchung, einer Beratung und ein paar Tests dachte mein Gynäkologe (der ein Engel auf Erden ist), dass die Regulierung meines Insulins höchstwahrscheinlich meine PCOS-Symptome lindern und meinen Menstruationszyklus regulieren würde – der, bis zur Diagnose, fast vollständig ausgeblieben war.

Glücklicherweise funktioniert Metformin bei mir. Ich konnte schon kurz nach dem Start des Medikaments mit meiner Tochter schwanger werden und ich hatte eine normale, gesunde Schwangerschaft und bekam ein gesundes Baby. Leider habe ich aber auch meine zweites Kind im Herbst letzten Jahres verloren. Obwohl PCOS-Symptome mit Medikamenten behandelt werden können, gibt es keine Heilung. Es ist jetzt bereits über sechs Monate her aber ich habe immer noch zu viel Angst, es noch einmal zu versuchen. Diese Krankheit, die auch das Risiko von Angstzuständen und Depressionen erhöht, hat mich geistig, wenn nicht sogar körperlich, völlig verkrüppelt.

Trotzdem solltest du dich von der Diagnose nicht unterkriegen lassen. Klar, die Symptome sind oft wirklich mies. Aber gerade im Hinblick auf einen Kinderwunsch, heißt PCOS nicht zwangsläufig, dass du aufgeben musst. Es gibt zahlreiche positive Beispiele.

Wenn es bei dir trotz fleißigem Üben mit dem Schwangerwerden nicht klappt, dann trau dich den Schritt in die Kinderwunschklinik zu gehen. Die Ärzte dort sind Spezialisten, die dir durch schon durch eine gezielte Hormontherapie- hier gibt es verschiedene Wege, von Tabletten bis zu Hormonspritzen- wunderbar weiterhelfen können.

 

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