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Ein Gastartikel von Lena aus Wuppertal

Ich habe eine gewissen Vorliebe für Gewohnheiten entwickelt, die ich VOR der Geburt meines Babys für absolut unsinnig gehalten hätte. Ich habe schon so viele Dinge versucht, um diese Gewohnheiten endlich loszuwerden – Selbsthypnose, Gehirn-Jogging und viel Schokolade (immer in der Hoffnung, eine Gewohnheit durch eine andere zu ersetzen), aber nichts scheint meine mütterliche Sucht nach folgenden Dingen jemals beenden zu können:

1. Über Körperausscheidungen von Babys sprechen. Mit nahezu jedem, sogar mit dem netten Postboten, der mich fragt, wie mein Tag so war.

2. Mit cartoon-ähnlicher Stimme zu sprechen, die weder wirklich cool noch jemals  „entwicklungsfördernd“ für mein Kind ist. „Jaaaaaaaa, guten Morgen, mein kleines Määäääuuussssseeeeeekind, da biiiiiiiist du ja wieder!“

3. Spastische Bewegungen und seltsame Geräusche zu machen, wenn man versucht, das Kind für ein Foto zum Lächeln zu bewegen.“Guuuuuuuckkkkk, Guuuuuck, ja, wooooo ist das Häschen, na, wooooooo isses denn?“

4. Alle Kunstoffbehälter zu kaufen, die man finden kann!

5. Der 1-Euro-Shop  (siehe # 4).

6. Z.V.S.S (Zu viel Sachen-Schleppen)

„Ich brauche Windeln, Tücher und eine Wickelunterlage für unseren Ausflug. Ein paar Klamotten zum Wechseln schaden auch nicht. Und für den Fall, dass sie sich doch langweilt, brauchen wir natürlich ein paar Bücher und ein paar Spielsachen und das Tablet für eventuell unüberbrückbare Strecken. Ist das eigentlich aufgeladen? Ich sollte das Ladegerät mitnehmen. Knabbereien, wir brauchen Knabbereien und Wasser. Ich sollte ein paar extra Haargummis mitnehmen; loses Haar und eine Stinke-Windel ist quasi DAS Rezept für Ekel. Wir brauchen vielleicht auch Silberbesteck für das Frühstück.Verdammt, ich nehme am Besten gleich die ganze Küchenspüle mit.“

7. Eine bestimmte RTL-Reality-Show im Fernsehen zu schauen, denn de gibt mir das Gefühl, dass ich anscheinend doch eine ziemlich gute Mama bin! 

8. Sekt oder Selters? (zusammen oder getrennt).

9. Kaffee, Kaffee, Kaffee und nochmals Kaffee, mit einem Spritzer Kaffee!

10. Ich rieche alle 2 Sekunden am Kopf des Kindes, ob es will oder nicht.

11. Ich suche nach versteckten, sexuellen Anspielungen beim Anschauen von Disney-Filmen mit oder ohne Kind. Empörend, was ich da schon alles rausgefunden habe!

12. Online shoppen. Wer geht denn bitte freiwillig mit dem Baby in die Innenstadt, wenn es doch Amazon Prime gibt!?

13. Stoffe färben, und andere total verunglückte Bastelprojekte, die die Kleinen vielleicht 30 Sekunden lang begeistern und dann doch total out sind. Passiert mir immer wieder!

14. In Mama Blogs lesen!

15. Negative Kommentare in eben besagten Blogs lesen und mit anderen Müttern gemeinsam darüber lästern. Thema: Impfen! Kraaawwummmmmmmm!!!!!

16. Meinen Single Freundinnen alle Details aus ihrem Leben ausquetschen und so insgeheim das Gefühl haben, dran teil nehmen zu können.. aber insgeheim dann doch dankbar zu sein, dass ich in keiner WG mehr leben muss und mit einem Kater und den dazugehörigen Kopfschmerzen des Todes aufwachen muss.

17. Über Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen reden (Man muss diesen Punkt einfach wiederholen!.)

18. Pinterest.

19. Meine Mutterrolle mit anderen zu vergleichen und herausfinden, dass man eigentlich alles gut macht. Oder schlecht. Hängt von der Tagesform ab.

20. Ich wische etwas aus dem Gesicht meines Kindes und stecke es mir in meinen Mund, bevor ich überhaupt weiß, was genau das war!

„Ähm. Das war keine Schokolade.“

21. Über neue Ziele nachdenken. „Wenn er erstmal laufen kann, DANN…..“ „Nach der Eingewöhnung wird bestimmt alles gut…..!“ „Ja, wenn er erstmal nicht mehr stillen will, daaaaannnnn…!“

22. Über Geburtstagsfeiern nachdenken. Was als Plan für ein „kleines Sit-In“ beginnt, endet in einem Desaster aus Hüpfburgen, Konfettipistolen und mindestens 19 Gästen.

23. Ausschlafen . (Hahhahahahahahahaha!)

24. Ahnungslose Schwangere mit meiner Geburtsgeschichte verängstigen.

25. Überall auch OHNE Baby im Arm schwankend stehen. Hin und wieder her….Gerne auch ohne Kinderwagen dastehen und dennoch Rollbewegungen machen!

26. Zu viel googeln. Mist!

27. Mit meinem Speichel das Gesicht des Kindes zu säubern. (Siehe # 20.)

28. Schokolade im Badezimmer essen, da muss ich nicht teilen. „Mama ifft gleiff wieda daaahaaaaa!“

29. Hinzufügen eines „chens“ zu den meisten Wörtern.

„Naaa, willst du kein Äpfelchen essen?“
„Kriegt die Mama ein KüßCHEN? Ein Küssileinchen?“
„Uhhhhh, das ist aber ein Stinkileinchen!“

30. Nudeln mit Käsesoße, Pizza und Nutella Brötchen essen. Meine Hüften bedauern den Tag, an dem ich meinem Kind erlaubt habe, die Herrschaft  auf die gesamte Kohlenhydrat-Zufuhr, zu übernehmen!

Glücklicherweise werden all diese Gewohnheiten durch meine unheilbare Sucht ausgeglichen, mein Kind lächeln zu sehen, gemeinsam zu Lachen und ihm seine Tränen wegzukuscheln.

31. Artikel zu beenden, die mit kitschigen Muttergefühlen vollgestopft sind.

Fortsetzung folgt…………

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